Ferrari beruft Sonderschalte ein
Schumacher kritisiert Formel-1-Urgestein: „Armutszeugnis“
29.09.2026 – 17:35 UhrLesedauer: 2 Min.
Der frühere Red-Bull-Teamchef Christian Horner träumt von einem Engagement bei Ferrari. Seine Aussagen sorgen bei TV-Experte Ralf Schumacher für Kopfschütteln.
Ralf Schumacher, Bruder des siebenmaligen Weltmeisters Michael Schumacher hat sich mit deutlichen Worten in Richtung des ehemaligen Red-Bull-Teamchefs Christian Horner geäußert. Der 52-jährige Horner hatte vergangene Woche im Interview mit der „Times“ über eine mögliche Rückkehr in die Königsklasse des Motorsports gesprochen. Dabei reize den Briten nur eine Anstellung bei Ferrari, die Scuderia sei ein „Traum“ für ihn.
TV-Experte Schumacher fand dafür deutliche Worte: „Sich so anzubiedern, das ist schon peinlich genug“, sagte der sechsmalige Rennsieger in der Formel 1 beim Sky-Podcast „Backstage Boxengasse“. Es sei keine ehrliche Aussage von Horner: „Wenn er tatsächlich Interesse hätte oder auch von Ferrari Interesse bestünde, dann würde man das so nicht machen. Deshalb ist das einfach nur ein Armutszeugnis.“
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Teamchef bei Ferrari ist seit 2023 Fred Vasseur. Unter seiner Leitung stabilisierte sich Ferrari zwar zuerst und verpflichtete Superstar Lewis Hamilton. Jedoch ist der Traditionsrennstall auch in dieser Saison weit davon entfernt, entscheidend in den WM-Kampf einzugreifen. Hamilton liegt in der Fahrerwertung auf Platz drei, sein Teamkollege Charles Leclerc auf fünf. In der Teamwertung ist die Scuderia weit abgeschlagen hinter Spitzenreiter Mercedes auf dem zweiten Rang. Neben der Strecke hat Vasseur zusätzlich in letzter Zeit mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.
Ferrari ließ über eine Sprecherin ausrichten, es gebe keinerlei Trennungsgedanken: „Wir haben Vertrauen in Fred und sein Team. Es hat sich nichts geändert“, so der Rennstall.
Vasseur nimmt sich selbst in die Pflicht
Angesprochen auf die Horner-Gerüchte äußerte sich Vasseur selbst kämpferisch: „Ich kann nur versuchen, mein Bestes zu geben, das Team voranzubringen und die Mitarbeiter zu motivieren.“ Ferrari und sein Teamchef hatten ihren Vertrag erst 2025 langfristig verlängert.
Sollte es doch zu einer Wachablösung bei Ferrari kommen, hat Schumacher einen anderen Favoriten, sollte Vasseur überhaupt zur Diskussion stehen. „Andreas Seidl wäre vom Charakter her eine super Alternative für Ferrari.“ Der Deutsche war bereits Teamchef von McLaren und Sauber in der Formel 1, musste jedoch bei der letzteren Station im Jahr 2024 aufgrund von Meinungsverschiedenheiten in der Führungsebene seinen Stuhl räumen.












