Nach Phishing-Angriffen
Kiesewetter schlägt Alarm: „Russland muss gestoppt werden“
27.04.2026 – 13:16 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Bundesregierung rechnet mit gesteuerten Attacken aus Russland. Im Bundestag wächst der Ruf nach strengeren Maßnahmen und sicherer Kommunikation.
Nach Cyberangriffen auf den Messengerdienst Signal haben mehrere Politiker ein entschiedeneres Vorgehen gegen Russland gefordert. Der CDU-Sicherheitspolitiker Roderich Kiesewetter sagte dem „Handelsblatt“: „Russland muss gestoppt werden, auf allen Ebenen.“ Er brachte unter anderem die Ausweisung russischer Diplomaten, Visaeinschränkungen und weitere Unterstützung für die Ukraine ins Gespräch.
Auch der Grünen-Politiker Konstantin von Notz sieht Handlungsbedarf. „Politische Antworten, die der Gegenüber auch versteht, sind dringend notwendig“, sagte er dem „Handelsblatt“.
Nach Angaben aus Regierungskreisen wurden mindestens 300 Konten aus dem politischen Umfeld kompromittiert, darunter auch von Ministerinnen und Abgeordneten. Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Angriffe aus Russland gesteuert wurden. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Spionageverdachts.
Nach bisherigen Erkenntnissen nutzten die Angreifer keine technische Schwachstelle, sondern täuschten Nutzer mit gefälschten Nachrichten, um an Zugangsdaten zu gelangen.
In der Politik hat der Vorfall eine Debatte über sichere Kommunikation ausgelöst. Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz (CSU) sprach sich dafür aus, stärker auf den europäischen Messengerdienst Wire zu setzen. „Jetzt müssen ihn aber alle auch tatsächlich nutzen“, sagte sie der „Bild“-Zeitung.











