Will er es machen?
Peter Kloeppel: Staatsoberhaupt sollte Spaltungen abbauen
02.09.2026 – 05:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Peter Kloeppel wünscht sich ein Staatsoberhaupt, das Spaltungen entgegenwirkt. Für ihn soll es als „ethischer Kompass“ Orientierung geben.
Peter Kloeppel, langjähriger Nachrichtenmoderator beim Kölner TV-Sender RTL und dieses Jahr Ehrenpreisträger beim Deutschen Fernsehpreis, erhofft eine Bundespräsidentin oder einen Bundespräsidenten gegen die Polarisierung.
„Wir leben in unruhigen Zeiten, mit mehr Fragen als Antworten. Auch ein Staatsoberhaupt kann nicht alle Ungewissheiten aus dem Weg räumen; aber er oder sie sollte als ethischer Kompass wirken, Verbindendes hervorheben und Spaltungen entgegenwirken“, sagte Kloeppel der Nachrichtenagentur dpa. Deutschlands nächstes Staatsoberhaupt, das Frank-Walter Steinmeier nachfolgt, wird am 30. Januar 2027 (einem Samstag) von der 18. Bundesversammlung gewählt.
Perspektiven für gemeinsame Zukunft aufzeigen
Ob er selbst als Bundespräsident zur Verfügung stünde? „Um Himmels Willen, wie kommen Sie denn auf die Frage?“, sagt Kloeppel lachend der dpa. „Aber ganz im Ernst: Ich wünsche mir eine Persönlichkeit, die nicht nur möglichst viele Deutsche repräsentiert, sondern deren Anliegen, Sorgen und Hoffnungen registriert und ihnen Perspektiven für eine gemeinsame Zukunft aufzeigt.“
Zur deutschen Präsidentenfrage ergänzt er: „Unsere Gesellschaft ist ein Gemeinschaftsprojekt, für das sich jeder verantwortlich fühlen sollte, und da muss eine Bundespräsidentin oder ein -präsident eine politisch unabhängige, weithin sichtbare und nicht zu überhörende Führungsfunktion einnehmen.“
Lebenswerkpreis kommende Woche in Köln
Kloeppel nimmt am 9. September in Köln den Ehrenpreis der Stifter des Fernsehpreises entgegen. Der Deutsche Fernsehpreis wird von RTL, Sat.1, ARD, ZDF und der Deutschen Telekom (Magenta TV) getragen. Die Streaming-Anbieter Disney+, Netflix und Prime Video wirken als Partner mit.
Nach Jahrzehnten als Chefmoderator der RTL-Hauptnachrichtensendung „RTL Aktuell“ ist er nach wie vor News-Konsument: „Ich habe mehrere deutsche Zeitungen, Zeitschriften und Online-Dienste abonniert, bekomme über soziale Netzwerke auch eine Menge Nachrichten in mein iPad gespült und stöbere gezielt durch Websites und Newsletter. Anders als früher habe ich jetzt sogar mehr Zeit zum Lesen längerer Artikel, abgehängt fühle ich mich daher überhaupt nicht.“











