Offenbar keine Lust mehr auf die Fahrt
Frau springt von Kreuzfahrtschiff – und treibt 20 Stunden im Meer
13.10.2026 – 10:30 UhrLesedauer: 2 Min.
Nachts treibt eine Frau in einem Rettungsring im Mittelmeer. Videoaufnahmen zeigen, wie Retter ihr eine Leine zuwerfen. Was 20 Stunden zuvor geschehen ist, hinterlässt viele fassungslos.
Die griechische Küstenwache hat eine Frau aus dem Ionischen Meer gerettet, die 20 Stunden zuvor von einem Kreuzfahrtschiff ins Wasser gesprungen war. Ihren Rettern sagte die 44-Jährige aus El Salvador, sie habe „von Bord gehen“ wollen, wie ein Sprecher der Küstenwache der Nachrichtenagentur AFP sagte.
Den Angaben zufolge sprang die Frau am Freitagmorgen von Bord des Schiffes „Odyssey of the Seas“, als dieses sich südwestlich der Insel Zakynthos befand. Nachdem das Verschwinden der 44-Jährigen bemerkt worden war, wurden zwei Boote der Küstenwache und ein Marine-Hubschrauber in das Gebiet entsandt.
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Auch das Kreuzfahrtschiff beteiligte sich an der Suche. Passagiere teilten in sozialen Medien unter anderem die Durchsage, dass die Frau über Bord gegangen sei.
Kreuzfahrt-Passagierin kommt mit leichter Unterkühlung davon
Die Besatzung eines Frachtschiffs entdeckte die Frau schließlich am Samstagmorgen in einem Rettungsring schwimmend. Videoaufnahmen dokumentieren den Moment der Rettung. Helfer fragen die Frau, ob sie in Ordnung sei – und werfen ihr eine Leine zu.
Wie der Kapitäne der „Odyssey of the Seas“ laut Passagieren mitteilte, hatte die Frau wohl nicht vor, sich selbst zu töten – ansonsten wäre sie wohl nicht mit einem Rettungsring gesprungen. Die Frau habe eine leichte Unterkühlung, ansonsten gehe es ihr körperlich gut, hieß es.
„Sie hat das Leben von 5.000 Passagieren gestört“
Die Küstenwache brachte die 44-Jährige in den Hafen von Katakolo, von wo aus sie in ein Krankenhaus in der nahegelenen Stadt Pyrgos gebracht wurde. Die örtliche Staatsanwaltschaft ordnete nach Angaben der Küstenwache eine psychiatrische Begutachtung an.
Eine Passagierin: „Ich hoffe, sie wird für immer von dieser Kreuzfahrtgesellschaft ausgeschlossen. Sie hat das Leben von 5.000 Passagieren gestört.“











