Schwere Vorwürfe gegen Schiffscrew
Fähren-Drama: „Sie nahmen es nicht ernst“
31.08.2026Lesedauer: 2 Min.
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Ein Boot mit Touristen kentert vor Zypern – dramatische Szenen spielen sich ab. Berichte von Überlebenden werfen Fragen auf.
Nach dem Fährunglück vor Zypern mit mindestens acht Toten läuft die Suche nach der Ursache – Passagiere erheben inzwischen schwere Vorwürfe gegen die Besatzung. Die Rede ist von chaotischen Zuständen an Bord und einer Besatzung, die die Warnungen möglicherweise nicht ernst genommen hat.
Die Express-Fähre „Filo Jet“ war am Sonntagmittag kurz nach dem Auslaufen aus der Hafenstadt Kyrenia im Norden Zyperns auf dem Weg ins südtürkische Mersin gekentert. Aus noch ungeklärten Gründen drang Wasser ein, der Katamaran lief voll, kippte zur Seite und sank schließlich auf den Meeresgrund in rund 500 Metern Tiefe. Der Kapitän wurde festgenommen, außerdem sieben Crewmitglieder.
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Unglück mit Fähre vor Zypern: „Sie nahmen es nicht ernst“
Ein Überlebender schilderte dem Sender CNN Türk die dramatischen Momente an Bord. Zum Zeitpunkt des Unglücks sei es sehr windig gewesen. „Als das Wasser eindrang, sagten wir es der Besatzung“, so der Passagier. Allerdings habe sich die Situation danach rapide verschlechtert: „Sie nahmen es nicht ernst“, so der Vorwurf des Zeugen.
Im Video | Fähre vor Zypern kentert
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An Bord hätten sich daraufhin chaotische Szenen abgespielt. Rettungswesten seien nicht gefunden worden, Türen hätten sich auch aufgrund der Schieflage nicht mehr öffnen lassen.
Auch der griechische Rundfunk ERT berichtete, die Besatzung habe die ersten Meldungen von eingetretenem Wasser nicht ernst genommen. Ein Crewmitglied habe einem Passagier gesagt: „Daran sind wir gewöhnt. Das ist normal.“ Die Besatzung habe zudem keine Rettungswesten verteilt.
Wetter: Sturm wirbelt Urlaubsinsel durcheinander
Fraglich ist, welche Rolle das stürmische Wetter hatte. Am Samstag hatte ein Sturm auf Zypern große Schäden angerichtet. Laut einem BBC-Bericht sollte die Fähre eigentlich bereits am Samstag in See stechen, verschob aber wegen des schlechten Wetters die Abfahrt auf Sonntag. Laut Ünal Üstel, Premierminister von Nordzypern, war das Schiff von zwei massiven Wellen getroffen worden, bevor es sank. Er forderte, „selbst die geringste Fahrlässigkeit“ müsse aufgedeckt werden.











