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Home » Ölpreis steigt wegen Iran-Krieg: Droht die 100-Dollar-Marke?
Wirtschaft

Ölpreis steigt wegen Iran-Krieg: Droht die 100-Dollar-Marke?

By zeit-heute.deMärz 3, 20262 Mins Read
Ölpreis steigt wegen Iran-Krieg: Droht die 100-Dollar-Marke?
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Börsen im Minus

Iran-Krieg treibt Ölpreis auf Rekordhöhe – wie lange noch?

03.03.2026 – 12:02 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Tankstelle in Berlin: Tankstellenbetreiber erhöhen bereits die Preise. (Quelle: IMAGO/Halil Sagirkaya/imago)

Anhaltende Kämpfe im Iran treiben Energiepreise in Europa hoch. Der Druck auf Verbraucherkosten und Börsenkurse verschärft sich.

Am vierten Tag des Iran-Kriegs sind die Preise für Öl und Gas weiter kräftig gestiegen und an den europäischen Börsen setzte sich die Talfahrt der Aktienkurse fort. Der Ölpreis lag am Dienstagmorgen bei mehr als 80 US-Dollar, der Gaspreis legte um mehr als 30 Prozent zu und lag bei fast 60 Euro pro Megawattstunde. Das war der höchste Stand seit Februar 2023.

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent stieg um fast 3,8 Prozent auf 80,66 Dollar, der für ein Barrel der US-Sorte WTI um 3,5 Prozent auf 73,76 Dollar. Analysten halten Preise von mehr als 100 Dollar pro Barrel im Fall eines längeren Konflikts für denkbar. In Deutschland schossen an den Tankstellen bereits die Preise nach oben.

Der Iran kontrolliert die für die Schifffahrt wichtige Straße von Hormus, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer und dem Indischen Ozean verbindet. Ein Fünftel der weltweiten Ölproduktion wird täglich über diese Handelsroute transportiert. Ein General der iranischen Revolutionsgarden hatte am Montagabend damit gedroht, „jedes Schiff“ zu „verbrennen“, das die Straße von Hormus passieren will.

Auch ein Fünftel des weltweiten Handels mit verflüssigtem Erdgas (LNG) wird über Hormus abgewickelt. Der wichtigste LNG-Produzent ist Katar, der Staat setzte die Produktion am Montag nach iranischen Drohnenangriffen vorerst aus. Der als Referenzwert für den Gaspreis betrachtete niederländische TTF-Kontrakt stieg am Dienstagmorgen um mehr als 30 Prozent.

„Schon vor Ausbruch des Konflikts mit dem Iran stand Europa vor einer besonders schwierigen Sommerversorgungssituation“, erklärte Analyst Jonathan Schroer von Unicredit. Die europäischen Gasvorräte seien Ende Februar nur zu 30 Prozent gefüllt gewesen – Ende Februar 2024 waren es demnach 62 Prozent.

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