Protest in Essen
Tausende demonstrieren am 1. Mai gegen Rechtsextreme
01.05.2026 – 19:04 UhrLesedauer: 1 Min.
Unter dem Motto „nazifreier Mai“ gingen in Essen mehrere Tausend Menschen auf die Straße. Die Polizei spricht von einem friedlichen Verlauf.
Am Freitag (1. Mai) haben in Essen mehrere Tausend Menschen gegen eine Kundgebung der rechtsextremen Partei „Die Heimat“ demonstriert. Für deren Kundgebung waren 400 bis 500 Teilnehmer angemeldet.
Nach Angaben der Polizei verlief das Demonstrationsgeschehen zunächst weitgehend friedlich; die Versammlungen sollten laut Polizei noch bis in den Abend andauern.
Organisiert wurden die Proteste von der Initiative „Essen stellt sich quer“. Auch Teilnehmer der DGB-Kundgebung zum Tag der Arbeit schlossen sich an. Laut einem Sprecher der Initiative sei die erwartete Zahl von 4.500 Gegendemonstranten nach seiner Einschätzung übertroffen worden.
Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz beobachtet die Partei „Die Heimat“. Sie verfolge laut Verfassungsschutz eine rechtsextreme Ideologie, die sich vor allem durch Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus hervortue.
Die Proteste haben auch einen lokalen Hintergrund: In Essen streiten Stadt und Partei seit Jahren um die Nutzung eines Gebäudes als Landeszentrale der Heimat. Die Stadt hatte der Partei die Nutzung für Versammlungen untersagt. Nachdem die Partei dagegen vor Gericht gezogen war, zog die Stadt das Verbot zunächst zurück. Der Rechtsstreit ist damit nicht abgeschlossen.










