Spannung oder Durcheinander?
So bewerten Leser den neuen Kieler „Tatort“
Aktualisiert am 12.10.2026 – 16:59 UhrLesedauer: 2 Min.
Das neue Kieler „Tatort“-Team kommt in der t-online-Debatte nicht durchgehend gut weg: Die Hälfte der Leser vergibt die Noten 5 und 6 für die erste Episode. Neben Kritik am Drehbuch gibt es aber auch Lob für Spannung und Schauspiel.
Die neuen Ermittlerinnen aus Kiel präsentieren sich mit einer Doppelfolge. Der erste Teil des „Tatort“ wurde am 11. Oktober im Ersten ausgestrahlt und überholte mit über sieben Millionen Zuschauern die „Tagesschau“. Der zweite Teil „Unter Feinden“ ist ab Freitag über die ARD-Mediathek verfügbar und wird diesen Sonntag (18. Oktober) ausgestrahlt.
Nachdem Axel Milberg als Klaus Borowski das „Tatort“-Team im vergangenen Jahr verließ, sehen wir nun seine Nachfolgerin: Polizeipsychologin Elli Krieger, gespielt von Karoline Schuch. Sie ist jedoch nicht die einzige Neue in dieser Folge: Eine Episodenrolle übernimmt Lilith Stangenberg als Anna Nowak – eine alte Freundin von Mila Şahin (Almila Bagriacik) aus der Polizeischule.
Der Fall rund um eine Whistleblowerin führt das Team zu einem Hightech-Unternehmen und Korruption in den eigenen Reihen. Wir haben t-online-Leser gefragt: Welche Note geben Sie dem „Tatort: Unter Freunden“? Die Reaktionen fallen unterschiedlich aus. Die Note 6 wurde zwar mit 33 Prozent der 125 abgegebenen Stimmen (Stand 15 Uhr) am häufigsten vergeben, gute Bewertungen gab es jedoch auch: 32 Prozent stimmten für Note 1 oder 2.
Kritik an Tempo und überladener Handlung
Mehrere Leser bemängeln, dass die Geschichte nur schwer in Gang komme. Jens Schmidt nennt den Film „sehr zäh und langatmig“ und bewertet ihn mit einer 3. Er kritisiert auch die Kommissarin Anna Nowak, deren Verhalten er als „belastend“ empfindet.
Andere Zuschauer stiegen schon früher aus. Karl-Heinz Gehle schreibt: „Langweilig, kein Krimi, schlecht gemacht, schlechte Darsteller, habe nach 25 min abgeschaltet.“ Inge Rannersberger hatte ebenfalls nach einer halben Stunde kaum noch Lust auf die Geschichte. Ihr Urteil richtet sich weniger gegen die Darstellerinnen als gegen das Drehbuch: „Die Darsteller mühen sich da durch und geben ihr Bestes.“
„4K-Tatort – Kiel-Koks-Korruption-Klischee“
Der Film verhandle zu viele Konflikte, ist die Meinung mehrerer Leser. Clemens Tritt nennt ihn den „4K-Tatort – Kiel-Koks-Korruption-Klischee“ und zieht ein knappes Fazit: „Too Much …“ Auch Rainer Brela sieht zu viele offene Fragen. Er bezweifelt etwa, dass ein USB-Stick bei einer Hausdurchsuchung unentdeckt geblieben wäre, und fragt sich, warum die Ermittlerinnen einen mutmaßlichen Suizid nicht genauer überprüft haben. Herbert Ebner lobt dagegen die „überraschende Wendung“ des Falls.











