Ex-„Tatort“-Star
Friederike Kempter wird Chefin im Berliner Bürgeramt
Aktualisiert am 14.10.2026 – 05:50 UhrLesedauer: 2 Min.
„Stromberg“ im Bürgeramt, nur weiblich: Friederike Kempter spielt Ronja. Als Horror-Chefin laviert sie sich mit improvisierten Sprüchen durch den Tag.
Im fiktiven Bürgeramt Berlin-Tiergarten-Mitte-West sorgt eine neue Chefin für Unruhe: In der ZDFneo-Serie „Nine to Five – Das Amt“ spielt Friederike Kempter die Vorgesetzte Ronja Keller. Wie es in der Programmbeschreibung heißt, will Ronja mit ihren „Privatwirtschafts-Skills“ aufsteigen und verlässt sich dabei lieber auf Tricks als auf echte Arbeit. Schon an ihrem ersten Tag soll sie jemanden entlassen.
Die „Süddeutsche Zeitung“ ordnet das Format als eine Art weibliche Variante des Horror-Chefs nach dem Vorbild von „Stromberg“ ein – verlegt in ein Bürgeramt. Dass der Laden trotzdem läuft, liegt in der Serie an Conny (Lisa Hrdina). Sie hatte sich selbst auf die Chefstelle beworben. Zum Team gehören außerdem Orkan (Yasin El Harrouk), der nicht aus der Friendzone seiner Kollegin Dilara (Roxana Samadi) herauskommt, die Jüngste, Melissa (Anna Herrmann), die jede Arbeit vermeidet, sowie Doris (Kathrin Angerer), die seit Jahren kurz vor der Rente steht.
Friederike Kempter wurde ab 2003 als Kommissaranwärterin Nadeshda Krusenstern im Münsteraner „Tatort” einem breiten Publikum bekannt. Die Schauspielerin überzeugt in komischen wie ernsten Rollen, etwa in „Ladykracher” und „Oh Boy”, und wurde für ihre Arbeit mehrfach für den Grimme-Preis nominiert.
Serie geht auf Figuren von Tülin Sezgin zurück
Die achtteilige Workplace-Mockumentary ist eine ZDFneo-Produktion, eine Folge dauert rund 26 Minuten. Eine Mockumentary ist eine fiktive Dokumentation. ZDFneo zeigt die Serie ab Dienstag, 27. Oktober, um 21.45 Uhr wöchentlich in Doppelfolgen. In der Mediathek sind die Folgen bereits zu sehen.
Die Serie geht auf Figuren von Tülin Sezgin zurück, bekannt als „Conny from the Block“. Sezgin hat jahrelang selbst als Beamtin gearbeitet, die Serie mitentwickelt und spielt die Kantinenchefin Hanni. Ihr war wichtig, dass die Serie nicht über die Menschen in den Behörden lacht, sondern über das System. Als typisch deutschen Bürokratie-Moment beschreibt sie, dass etwas digital eingereicht werden darf und im Büro trotzdem ausgedruckt, gestempelt und in einer Akte abgeheftet wird. Regie führte Leonard Fuchs, produziert hat Pyjama Pictures.











