Unterschlupf gewährt
Fall Block: Neue Hinweise gegen Pforzheimer
11.06.2026 – 00:32 UhrLesedauer: 1 Min.
Drei schon einmal verdächtigte Personen stehen wieder im Fokus von Ermittlungen im Fall der entführten Block-Kinder. Es geht um die Silvesternacht 2023/2024.
Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen einen Mann aus der Region Pforzheim und zwei seiner Angehörigen wieder aufgenommen. Die drei stehen im Verdacht, in die Entführung der Block-Kinder verwickelt zu sein. Grund für die Wiederaufnahme sind neue Erkenntnisse aus einem gesonderten Verfahren, das weitere mutmaßlich Beteiligte an den Ereignissen in der Silvesternacht 2023/24 betrifft, wie die „Badischen Neuesten Nachrichten“ zuerst berichteten.
Staatsanwaltschaftssprecherin Mia-Christine Sperling-Karstens bestätigte die Wiederaufnahme und verwies auf Erkenntnisse, die im Zuge der laufenden Hauptverhandlung gewonnen worden seien. Gegen ein weiteres Familienmitglied bleibt es hingegen bei der Verfahrenseinstellung.
Die Ermittlungen gegen ursprünglich vier Personen waren im Vorjahr eingestellt worden. Damals hieß es, die Betroffenen seien zwar in den Kauf eines Wohnmobils eingebunden gewesen und hätten den mutmaßlichen Entführern samt den Kindern bis zum 2. Januar 2024 Unterschlupf in Baden-Württemberg gewährt. Von den Hintergründen der Tat hätten sie jedoch „unwiderlegbar nichts“ gewusst.
In der Silvesternacht 2023/24 wurden zwei Kinder der Gastronomie-Unternehmerin Christina Block in einer Nacht-und-Nebel-Aktion vom Wohnort ihres Vaters in Dänemark nach Deutschland gebracht. Seit Juli 2025 läuft vor dem Hamburger Landgericht ein Prozess wegen Kindesentführung. Angeklagt ist auch Christina Block selbst. Sie soll nach einem langen Sorgerechtsstreit eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt haben, ihre beiden jüngsten Kinder zu entführen. Block ist die Tochter von Eugen Block, dem Gründer der Steakhaus-Kette „Block House“. Die Vorwürfe bestreitet sie.











