Drama in Russland
Letzter Kontakt um 4 Uhr – dann verschwinden acht Bergsteiger
18.08.2026 – 08:06 UhrLesedauer: 2 Min.

Acht Menschen werden am Elbrus in Russland vermisst. Zuletzt sollen sie sich am frühen Sonntagmorgen gemeldet haben. Der Wettlauf gegen die Zeit läuft.
Am Elbrus werden acht Bergsteiger vermisst. Die Gruppe habe den Kontakt abgebrochen, teilte die russische Katastrophenschutzbehörde mit. Rettungskräfte suchen derzeit am Südhang des höchsten Berges Russlands nach den Vermissten. Die Route der Gruppe war nach Angaben der Behörde genehmigt.
Über die Zusammensetzung der Gruppe gibt es bislang widersprüchliche Angaben. Die Telegram-Kanäle „Mash“, „Shot“ und „Baza“ berichteten zunächst von insgesamt neun Vermissten. Unter ihnen soll sich demnach auch ein 14-Jähriger befinden. Die Katastrophenschutzbehörde bestätigte diese Angaben jedoch nicht.
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Seit zwei Tagen besteht kein Kontakt zu der Bergsteiger-Gruppe
Nach Angaben der Telegram-Kanäle begann die Gruppe ihren Aufstieg am Samstag, 15. August, gegen 22 Uhr. Zuletzt sollen sich die Bergsteiger am Sonntag gegen 4 Uhr morgens gemeldet haben. Seitdem fehlt den Berichten zufolge der Kontakt zu ihnen. Offizielle Angaben dazu, wann genau der Kontakt abriss oder unter welchen Bedingungen die Gruppe unterwegs war, machte die Katastrophenschutzbehörde bislang nicht.
Junge und Vater stürzen von 4.200 Metern ab
Immer wieder kommt es auf dem Elbrus zu Tragödien. Erst vor einem Monat war auf dem 5.642 Meter hohen Berg zu einem tödlichen Unfall gekommen. Ein elfjähriger Junge aus der Region Stawropol verunglückte dort gemeinsam mit seinem 40-jährigen Vater.
Zu dem Unfall kam es am Morgen des 19. Juli am Osthang des Elbrus. Vater und Sohn stürzten in einer Höhe von etwa 4.200 Metern von einem Felsen ab. Der Junge starb noch am Unfallort. Sein Vater erlitt Knochenbrüche und weitere Verletzungen.
Ein Straucheln wird dem Jungen zum Verhängnis
Wegen des schlechten Wetters und der Dunkelheit konnten die Rettungskräfte den verletzten Vater und die Leiche seines Sohnes jedoch erst am Morgen des folgenden Tages mit einem Hubschrauber bergen.
Über den Unfallhergang berichtete der Telegram-Kanal „Baza“ unter Berufung auf den verletzten Vater. Demnach sei sein Sohn irgendwann gestrauchelt und habe nach dem Seil gegriffen. Dessen Befestigung habe jedoch nicht gehalten. Daraufhin seien Vater und Sohn in die Tiefe gestürzt.
Vater und Sohn stiegen ohne Absprache auf den Elbrus
Anders als bei der aktuell vermissten Gruppe war die Route von Vater und Sohn nicht mit den Behörden abgesprochen. Die Katastrophenschutzbehörde teilte mit, dass sie eine Besteigung des Elbrus mit einem elfjährigen Kind nicht genehmigt hätte.









