Tragödie in den USA
Sechsjährige im Schulbus vergessen – Hitze tötet das Kind
18.08.2026 – 01:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein autistisches Mädchen wird in Tennessee stundenlang im Schulbus vergessen und stirbt – die Familie und Behörden suchen nach Antworten.
Ein sechsjähriges autistisches Kind ist am Donnerstag in Cordova, einem Vorort von Memphis, nach stundenlangem Aufenthalt in einem überhitzten Schulbus gestorben. Winter J. wurde morgens von ihrem Vater an der Kindertagesstätte „Kid University“ in Cordova abgegeben. Von dort sollte sie mit dem Bus zur Macon-Hall Elementary School gebracht werden.
Doch niemand bemerkte, dass das Mädchen nicht ausstieg oder in der Schule ankam – sie blieb etwa acht Stunden lang in dem heißen Bus, der auf dem Parkplatz der Kita stand, während die Außentemperaturen auf bis zu 36 Grad im Schatten stiegen. Erst am Nachmittag, als die Türen für die Rückfahrt geöffnet wurden, entdeckten Mitarbeiter das Kind leblos auf dem Sitz.
Zwischenüberschrift: Familie und Behörden erschüttert
Ihr Vater Bryan J. berichtete einem lokalen TV-Sender, dass das Kind mit einer Körpertemperatur von 42,8 Grad gestorben seit. Die Polizei wurde um 15:23 Uhr alarmiert, Rettungskräfte brachten das Mädchen ins Krankenhaus, wo sie für tot erklärt wurde.
Ihr Onkel betonte, dass die Sechsjährige aufgrund ihrer Erkrankung nicht in der Lage war, auf sich aufmerksam zu machen oder um Hilfe zu rufen. „Sie konnte sich nicht bemerkbar machen. Sie konnte ihren Mund nicht öffnen und sagen: Hey, ich bin noch im Bus – oder irgendetwas, gar nichts“, sagte er. „Ich stehe hier und schwitze. Ich kann mir nur vorstellen, wie es für sie gewesen sein muss, so lange in einem Bus eingeschlossen zu sein, ohne offene Fenster, ohne offene Türen, ohne irgendetwas.“
Die Behörden untersuchen nun, wie es zu diesem tragischen Vorfall kommen konnte. Bislang wurde US-Medien zufolge keine Anklage erhoben. Die Kindertagesstätte hat sich bisher nicht öffentlich geäußert. Eltern anderer Kinder zeigten sich schockiert und forderten bessere Sicherheitsprotokolle, um solche Tragödien künftig zu verhindern.











