Neue Enthüllungen zum WM-Debakel
Überlegte Nagelsmann, Woltemade zu Hause zu lassen?
15.07.2026 – 22:26 UhrLesedauer: 3 Min.
Das frühe Ausscheiden der DFB-Elf bei der WM hallt noch immer nach. Neue Enthüllungen legen nahe, dass es in der Mannschaft nicht stimmte. Und zwischen Spielern und Trainer noch weniger.
Nach dem WM-Debakel der deutschen Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale gegen Paraguay sind neue Details über das Innenleben der Mannschaft bekannt geworden. Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet unter Berufung auf mehrere Insider von Spannungen und Problemen während des Turniers.
Demnach seien innerhalb des DFB-Trosses viele zu sehr mit sich selbst beschäftigt gewesen – vom damaligen Bundestrainer Julian Nagelsmann über Torwart Manuel Neuer bis hin zu den Hoffnungsträgern Florian Wirtz und Jamal Musiala. Eine Quelle sagte dem „Spiegel“: „Man merkt, dass aus manchen Talenten Ich-AGs mit tausend Ablenkungen von außen gemacht werden. Da gerät das Spiel an sich aus dem Fokus.“ Eine weitere Quelle wird mit den Worten zitiert: „Es gab zu viele Ego-Shooter.“
Ein weiteres Thema war Nagelsmanns Umgang mit Deniz Undav. Nach dem 2:1 gegen Ghana im März hatte er den Stürmer trotz seines Siegtores kritisiert. Während der WM sorgte das erneut für Diskussionen, weil Undav trotz seiner Treffer in den ersten drei Turnierspielen nicht in der Startelf stand.
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Das Magazin nennt zudem Nagelsmanns „Harmoniebedürftigkeit“ als Schwäche. Deshalb habe er öfter unterschiedliche Spieler eingewechselt und sich schwergetan, Profis eine Absage zu erteilen. Mehrere Spieler hätten bemängelt, dass sie teilweise selbst auf den Trainer zugehen mussten, um Informationen zu erhalten. Nagelsmann habe Spieler hingehalten, ignoriert oder ihnen mehr versprochen, als er später einhalten konnte.
Auch die Rückkehr von Manuel Neuer habe die Situation nicht erleichtert. Zuvor war Oliver Baumann über längere Zeit als Nummer eins für die WM vorgesehen. Trotz seiner großen internationalen Erfahrung soll Neuer innerhalb der Mannschaft keine Führungsrolle übernommen haben, heißt es.
Kimmich Überambitioniert, Goretzka launisch
Anders als Kapitän Joshua Kimmich. Doch der soll es in Sachen Ehrgeiz bisweilen übertrieben haben, wird berichtet. Der „Spiegel“ zitiert dazu eine Quelle mit den Worten: „Er verlangt nichts, was er selbst nicht einhält. Aber manchmal ist er einen Tick drüber, sodass manche abwinken.“
Kimmichs Kumpel Leon Goretzka soll nach dem 7:1 zum WM-Auftakt gegen Curaçao, bei dem er zunächst auf der Bank saß, seine Unzufriedenheit offen gezeigt haben. Zudem habe er sich, wie bereits zuvor berichtet wurde, von der Mannschaft distanziert. Laut dem Bericht hätten deshalb Mitspieler das Gespräch mit ihm gesucht.












