24-Jähriger sprang in Gehege
Tiger tötet Mann in Wildpark – neue Details
16.10.2026 – 13:14 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein junger Mann springt in ein Tiergehege. Der Amur-Tiger namens Altai greift an – mit tödlichen Folgen. Jetzt wird mehr über den Vorfall und die Krankheitsgeschichte des Opfers bekannt.
Nach dem Tod eines jungen Mannes in einem Tigergehege in Großbritannien sind weitere Einzelheiten öffentlich geworden. Der laut BBC 24 Jahre alte Mann starb an „mehreren traumatischen Verletzungen und einer Interaktion mit einem Tier“, wie britische Medien unter Berufung auf eine gerichtliche Anhörung berichteten.
Bei der Anhörung am Donnerstag wurde bekannt, dass der junge Mann als selbstständiger Online-Händler arbeitete und zuletzt in Doncaster lebte. Die leitende Gerichtsmedizinerin Nicola Mundy ließ laut BBC prüfen, ob er den Wildpark bereits früher besucht hatte. Zudem sollen mögliche Aufnahmen von Überwachungskameras beschafft werden.
- Familien müssen alles mit ansehen: Mann schrie „Nein, nein, nein“
Der Mann war am vergangenen Samstag vor mehreren Zoobesuchern in das Gehege des Yorkshire Wildlife Park gesprungen. Dort wurde er von einem Amur-Tiger namens Altai verletzt. Der 24-Jährige starb trotz Rettungsversuchen noch vor Ort. Mundy erklärte laut BBC, dass der junge Mann eine Vorgeschichte psychischer Erkrankungen habe und früher psychotische Episoden durchgemacht habe. Wieso es zum Vorfall am 10. Oktober kam, ist noch unklar.
Familie äußert Bedenken zur Betreuung
Bereits am Mittwoch hatte seine Familie über die Polizei von South Yorkshire mitgeteilt, dass der junge Mann über mehrere Jahre hinweg an einer „schweren psychischen Erkrankung“ gelitten habe, weshalb ihm starke Medikamente verschrieben worden seien. „Es ist Sache des Gerichtsmediziners, zu entscheiden, welche Rolle dies bei seinem Tod gespielt hat“, hieß es weiter.
Laut BBC und der britischen Boulevardzeitung „The Sun“ äußerten die Angehörigen Bedenken hinsichtlich der medizinischen Betreuung ihres Sohnes. „The Sun“ berichtete, der junge Mann sei als selbstständig lebend und ohne weiteren Betreuungsbedarf eingestuft worden. Innerhalb des staatlichen Gesundheitsdienstes sei eine eigene Untersuchung eingeleitet worden, teilte Mundy mit.
Die Familie beschrieb ihn als einen „klugen, herzlichen und einnehmenden jungen Mann“, den sie von ganzem Herzen geliebt habe. Auch Nachbarn erinnerten sich der BBC zufolge an ihn. Einer bezeichnete ihn demnach als sehr höflich und redegewandt. Ein anderer erzählte, der junge Mann sei gepflegt gewesen und habe immer ein Lächeln und einen Witz parat gehabt.
Wildpark öffnet wieder: Tiger wird nicht eingeschläfert
Der Yorkshire Wildlife Park kündigte an, am Freitag wieder für Besucher zu öffnen. Auf seiner Webseite sprach der Park der Familie und den Angehörigen sein Mitgefühl aus.
„Auch zum Tiger Altai haben sich sehr, sehr viele Menschen bei uns gemeldet“, teilte der Park mit. „Wir können allen versichern, dass es ihm gut geht und er aufgrund dieses Vorfalls nicht eingeschläfert wird.“











