Deutschland in der Zange
Kaltfront bringt abrupten Wettersturz
16.10.2026 – 14:43 UhrLesedauer: 3 Min.

Eine Kaltfront schickt das Wetter in Deutschland in den Vollherbst: Ein Temperatursturz und Dauerregen sind die Folge. Gleich danach rollt die nächste Tiefdruckserie heran.
Am Freitag verwöhnen milde Temperaturen und viel Sonnenschein Deutschland. Der goldene Oktober zeigt sich von seiner schönsten Seite. Doch schon in der Nacht zu Samstag stellt sich die Wetterlage um: Eine Kaltfront fegt zu Mitte des Oktobers durch Deutschland und reißt die Temperaturen um bis zu zehn Grad in die Tiefe.
Auslöser ist Tief „Irma“, das über Dänemark liegt und eine Kaltfront südostwärts über das Land treibt. Begleitet wird die Kaltfront von einem Höhentief, das sich im Osten von der Nordsee in Richtung Golf von Biskaya ausdehnt. Die Folge: „Es kommt zu einem satten Temperatursturz von zehn Grad hin zu einem Niveau, das nun dem Vollherbst entspricht“, wertet der Meteorologe Ronald Porschke für t-online aus.
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35 und 50 Litern pro Quadratmeter: DWD warnt vor Dauerregen
Kaum jemand in Deutschland kommt dabei trocken durch das Wochenende. Am stärksten trifft es die Landesmitte und den Südwesten. Am Samstagmorgen zieht die Kaltfront mit dichten Wolken und schauerartigem Regen zunächst von Mecklenburg-Vorpommern über Thüringen und Hessen bis nach Rheinland-Pfalz und Baden.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat bereits eine amtliche Warnung vor Dauerregen herausgegeben. Im Raum zwischen Freudenstadt, Lörrach und Konstanz werden Niederschlagsmengen zwischen 35 und 50 Litern pro Quadratmeter erwartet. Die Warnung gilt vorerst von Samstag früh bis Sonntag um 23 Uhr.
Im Westen und Norden wechseln sich Sonne und Schauer ab, kurze Gewitter sind möglich. An der Nordsee und in Schleswig-Holstein bleibt es zunächst am längsten freundlich. Doch zum Abend zieht auch dort starker Regen auf.
Live-Wetterkarte zeigt den Verlauf der Kaltfront
Unsere Live-Wetterkarte zeigt, wann und wo genau Sie mit Regen rechnen müssen.
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Der Regen wird begleitet durch niedrigere Temperaturen: „Die Höchstwerte liegen nur noch zwischen 9 und 15, südlich von München im Alpenvorland mit ein paar Stunden Sonne bei 16 bis 19 Grad“, fasst der Experte von wetter.com zusammen.
Wetter in Deutschland am Sonntag
Der Sonntag bringt keine Entspannung. Das Höhentief hält Deutschland weiter unter Druck: Besonders in der Mitte und in der Westhälfte überwiegen die Wolken, stellenweise regnet es noch. Im Norden, Osten sowie in Niederbayern und an den Alpen kommt zumindest zeitweise die Sonne hervor.
Am späteren Nachmittag und Abend rollt dann von Frankreich her ein weiteres Regenband heran – es zieht von Baden über Rheinland-Pfalz bis nach NRW. Es bleibt kühl: 9 bis 15 Grad, im Bergland nur 6 bis 8 Grad. Etwas milder bleibt es erneut von Niederbayern bis zum Chiemgau mit 16 bis 18 Grad.












