
Mond statt Mars
Musk ändert seine SpaceX-Raumfahrtpläne – was dahintersteckt
09.02.2026 – 13:52 UhrLesedauer: 2 Min.
SpaceX-Chef Elon Musk weicht von seinem bisherigen Kurs ab: Statt der Reisen zum Mars soll jetzt die Besiedelung des Mondes im Vordergrund stehen. Aber warum?
„SpaceX hat seinen Fokus bereits auf den Bau einer sich selbst vergrößernden Stadt auf dem Mond verlagert“, teilte Musk mit. Dies sei in den kommenden zehn Jahren möglich. Die Errichtung einer Kolonie auf dem Mars dauere dagegen vermutlich bis zu 20 Jahre.
Was hat den Tech-Milliardär, der in den vergangenen Jahren immer wieder seine Mars-Pläne bekräftigt hatte, zu diesem radikalen Schritt bewogen? Strategisches Kalkül, vermutet das „WSJ“.
Zum Hintergrund: In der vergangenen Woche hatte SpaceX Musks KI-Start-up xAI übernommen. Das Unternehmen entwickelt unter anderem den Chatbot Grok. Durch die Fusion wird SpaceX laut Medienberichten mit 1,25 Billionen US-Dollar bewertet. Im Sommer soll das Unternehmen an die Börse gehen und frisches Kapital einbringen.
Im Zuge der Übernahme hatte Musk die Errichtung von KI-gestützten Rechenzentren im All in Aussicht gestellt. Diese könnten sämtliche weiteren Raumfahrtpläne einschließlich Basen auf dem Mond und Mars finanzieren und ermöglichen, zitiert das „WSJ“ den SpaceX-Chef aus einem Memo.
Mit anderen Worten: Der Multimilliardär hat seine ambitionierten Mars-Pläne vermutlich vorerst zugunsten des Börsengangs und einer höheren Bewertung durch Investoren verschoben.
Denn die Aussicht auf schnell zu errichtende Rechenzentren und Mondbasen könnte für Investoren attraktiver sein als die teuren und aufwendigen Reisen zum Mars. Auch wenn noch völlig unklar ist, wie diese Pläne technisch umgesetzt werden sollen, könnten sie die Finanzierung künftiger Missionen sichern.











