Jetzt noch tanken fahren?
Tankstellen droht Kraftstoff-Engpass
14.08.2026 – 13:07 UhrLesedauer: 2 Min.
Das Niedrigwasser im Rhein hat Auswirkungen auf die Autofahrer. Da Frachter kaum noch Ladung transportieren können, kommt weniger Sprit an. In ersten Regionen drohen Engpässe. Müssen Autofahrer mit höheren Preisen rechnen?
Die Pegelstände am Rhein sinken weiter. Kapitäne müssen ihre Schiffe teils halb leer fahren lassen, sonst laufen sie auf Grund. Je weniger ein Frachter lädt, desto teurer wird jede Tonne. Wenn andere Verkehrswege genutzt werden müssen, kostet das die Logistiker mehr Geld. Der ADAC warnt, dass diese aufwendigen Maßnahmen die Preise an der Zapfsäule nach oben treiben können.
Hohe Preise vor allem im Westen
Allerdings sind nicht alle Regionen gleich stark betroffen. Am meisten zahlen Autofahrer derzeit in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz. Im Saarland verteuert sich der Treibstoff zusätzlich, da der Sprit zunehmend mit Lastwagen transportiert wird.
In Bayern zahlen Autofahrer dagegen deutlich weniger. Das Bundeskartellamt beziffert die Preisdifferenz im Schnitt auf rund sieben Cent beim Benzin und etwa acht Cent beim Diesel im Vergleich zu Nordrhein-Westfalen. In den östlichen Bundesländern bleibt die Lage stabil.
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Erste Länder heben Lkw-Fahrverbote auf
Die Politik handelt. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger berät mit den Ländern über schnelle Hilfe. Rheinland-Pfalz und das Saarland haben das Fahrverbot für Lkw an Sonn- und Feiertagen für bestimmte Kraftstoffe bereits aufgehoben. Andere Länder prüfen diesen Schritt.
Regionale Engpässe sind möglich
Ein flächendeckender Mangel droht vorerst nicht. Die Tankstellen bekommen weiterhin Nachschub. Doch das Niedrigwasser trifft auf den Urlaubsverkehr im Sommer. Die Nachfrage ist hoch. Das Zusammenspiel aus blockierter Schifffahrt und teuren Transporten auf der Straße erhöht das Risiko in einigen Regionen. Die Folge: Die Preise steigen, und vereinzelt bleiben Zapfsäulen leer.
Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer des Verbands Fuels und Energie en2x, bestätigt die Gefahr in der „Bild“-Zeitung. Noch laufe der Betrieb normal, doch sinkende Pegel würden die Wahrscheinlichkeit von vorübergehenden und regional beschränkten Versorgungsengpässen erhöhen.










