
Tatsächlich habe die Polizei wenig später Høiby selbst kontaktiert und erklärt, ihn festnehmen zu wollen, wie laut „Verdens Gang“ aus dem Polizeiprotokoll hervorgehe. Man soll sich damals darauf geeinigt haben, dass Høiby das Schlossgelände verlässt, um sich stattdessen außerhalb an einer Schule festnehmen zu lassen. Zwischen dem Anruf der Polizei bei Høiby und seiner Festnahme verging laut Protokoll etwa eine halbe Stunde. „Verdens Gang“ will erfahren haben, dass Mette-Marit das Haus ihres Sohnes, das sich auf dem Schlossgelände befindet, in diesem Zeitraum putzte. Inwiefern sie über Høibys mutmaßliche Taten Bescheid wusste, ist unklar.
Ab dem 3. Februar muss sich Høiby nun vor Gericht verantworten. Nachdem zunächst ein Anwalt der Gegenseite gefordert hatte, auch Mette-Marit vorzuladen, stellte Kronprinz Haakon beim norwegischen Sender NRK klar, dass er und seine Frau zumindest dem Auftakt des Prozesses fernbleiben: „Wir haben uns entschieden, im Gerichtssaal nicht anwesend zu sein und uns auch nicht über den Prozess zu äußern.“ Natürlich würden er und Mette-Marit die Verhandlung trotzdem mitverfolgen. Die Kronprinzessin habe jedoch auch eine private Reise geplant. „Ob diese über den gesamten Zeitraum [des Prozesses] andauern wird, hat sie noch nicht entschieden“, ließ Haakon die Presse wissen.
Mette-Marit heiratete 2001 in das norwegische Königshaus ein und stammt aus bürgerlichen Verhältnissen. In ihrer Jugend führte sie ein wildes Partyleben und experimentierte mit Drogen. Später sprach sie öffentlich darüber und sagte, sie bereue diese Zeit. Sie gewann die Sympathie des norwegischen Volkes, genoss jahrelang ein positives Image und galt als herzliche, pflichtbewusste und bodenständige Prinzessin. Das scheint sich jedoch geändert zu haben.
In einer Meinungsumfrage, die das Institut InFact im September 2025 im Auftrag der norwegischen Online-Zeitung Nettavisen ermittelte, schnitt Mette-Marit schlecht ab: Nur 30,2 Prozent der über 1.000 befragten Norweger trauten ihr „in hohem Maße“ die Rolle der künftigen Königin zu. Mit 20 Prozent hielt sie jeder Fünfte dagegen für gänzlich ungeeignet.










