Nach dem Coupé
AMG bringt ein sportliches E-SUV
19.08.2026 – 11:13 UhrLesedauer: 2 Min.
Mercedes-AMG baut seine neue Elektroplattform zur Modellfamilie aus. Das kommende Fahrzeug wird größer und übernimmt besondere Technik vom GT Viertürer.
Mehr als 1.100 PS, drei Elektromotoren und eine Batterie, die mit bis zu 600 Kilowatt geladen werden kann: Mit dem elektrischen GT Viertürer hat Mercedes-AMG gerade gezeigt, was die neue Elektroplattform der Marke leisten soll. Und dabei bleibt es nicht. Dieselbe technische Basis bekommt nun ein deutlich größeres Modell.
AMG entwickelt ein eigenständiges Elektro-SUV, das ungefähr das Format eines Mercedes GLE haben, aber flacher ausfallen soll. Im Oktober will der Hersteller das bislang noch getarnte Modell vorstellen.
Das SUV soll nicht einfach die elektrische AMG-Version eines bestehenden Mercedes-Modells sein: Wie der GT Viertürer basiert es auf der eigens für elektrische Hochleistungsmodelle entwickelten Plattform AMG.EA.
Bis zu drei Elektromotoren
Was technisch möglich ist, zeigt der GT Viertürer. Beim GT 55 arbeiten zwei sogenannte Axialflussmotoren mit insgesamt 816 PS. Der stärkere GT 63 hat drei Motoren und erreicht 1.169 PS. Das maximale Drehmoment beträgt bis zu 2.000 Newtonmeter.

Beim stärkeren Modell sitzen zwei Motoren an der Hinterachse. An der Vorderachse arbeitet ein weiterer Motor. Eine Kupplung kann den vorderen Antrieb bei geringer Last abkoppeln und dadurch Schleppverluste reduzieren.
Wie viel AMG davon unverändert für das SUV übernimmt, ist noch offen. Beim GT 63 reichen 860 Kilowatt für eine Beschleunigung von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde in 2,1 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei bis zu 300 Kilometer pro Stunde. Das rund 2,5 Tonnen schwere SUV dürfte wegen seines höheren Gewichts und des größeren Luftwiderstands niedrigere Werte erreichen.
Laden mit bis zu 600 Kilowatt
Auch beim Akku liefert der GT Viertürer einen Ausblick auf die Technik des SUV. Seine Batterie hat eine Kapazität von 106 Kilowattstunden und arbeitet mit einer Spannung von 800 Volt. Beim GT ermöglicht das Batteriesystem eine Ladeleistung von bis zu 600 Kilowatt. Für den Viertürer nennt die Deutsche Presse-Agentur außerdem bis zu 700 Kilometer Reichweite. Welche Reichweite Mercedes für das SUV anstrebt, ist noch nicht bestätigt: Bis zu 600 Kilometer dürften realistisch sein.
AMG simuliert Schaltvorgänge und V8-Klang
Dass ein Elektroauto ohne Verbrennungsmotor auskommen muss, bedeutet bei AMG offenbar nicht, dass auch dessen akustische Begleiterscheinungen verschwinden. Im Prototyp des SUV lässt sich ein künstlicher V8-Klang zuschalten. Gleichzeitig simuliert das System Zugkraftunterbrechungen, wie sie beim Gangwechsel eines Autos mit Verbrennungsmotor und Getriebe entstehen.
Beim Fahrwerk setzt der Prototyp unter anderem auf Luftfederung, Allradlenkung und einen Wankausgleich. Unter der vorderen Haube bleibt trotz des zusätzlichen Antriebs Platz für ein Gepäckfach. Wie groß dieser sogenannte Frunk ausfällt, ist ebenfalls noch offen. Zum Vergleich: Beim GT Viertürer fasst er 41 Liter.











