Schlafstörungen
Mehr als jeder Dritte in Deutschland hat Schlafprobleme
Aktualisiert am 03.06.2026 – 18:06 UhrLesedauer: 2 Min.
Schlaflos in Deutschland: Viele Menschen wälzen sich nachts oft im Bett herum. Experten haben Vermutungen dazu, was uns den Schlaf raubt.
Fast jeder dritte Erwachsene in Deutschland schläft nicht gut. Wie aus einer Untersuchung des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht, haben heute mehr Menschen mit Ein- oder Durchschlafstörungen zu kämpfen als noch vor gut einem Jahrzehnt: Im Zeitraum 2008 bis 2011 hatten rund 30 Prozent der Erwachsenen Schlafprobleme, 2024 waren es gut 35 Prozent. Vor allem Frauen, ältere Menschen und weniger gebildete Personen sind betroffen.
Die Studie basiert auf Daten des RKI-Panels „Gesundheit in Deutschland“. Dabei handelt es sich um eine langfristig angelegte Bevölkerungsstudie des Robert Koch-Instituts, in der dieselben Menschen regelmäßig zu ihrem Gesundheitszustand, ihrem Gesundheitsverhalten und ihrer medizinischen Versorgung befragt werden. Durch dieses sogenannte Panel-Design können die Forscher verfolgen, wie sich die Gesundheit der Bevölkerung im Laufe der Zeit verändert. Für die aktuelle Analyse wurden die Auskünfte von 27.038 Erwachsenen zu ihrem Schlafverhalten ausgewertet.
Vor allem Durchschlafprobleme sind verbreitet
Konkret sollten die Teilnehmer angeben, wie oft sie in den vergangenen vier Wochen Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen hatten. Als „Schlafstörung“ stuften die Wissenschaftler Beschwerden ein, die mindestens dreimal pro Woche auftraten.
- 16,3 Prozent der Erwachsenen berichten von Einschlafstörungen.
- 31,7 Prozent leiden unter Durchschlafstörungen.
- 35,3 Prozent haben Ein- und/oder Durchschlafprobleme.
- 12,6 Prozent gaben an, von beiden Problemen gleichzeitig betroffen zu sein.
Durchschlafstörungen kommen also fast doppelt so häufig vor wie Einschlafstörungen.
Wer schläft schlecht?
Schlafprobleme sind bei Frauen häufiger Thema als bei Männern. In der Studie gab fast jede fünfte Frau an, dass ihr das Einschlafen schwerfalle. Mehr als jede dritte berichtete über Schwierigkeiten mit dem Durchschlafen. Darüber hinaus zeigen die Daten, dass Schlafprobleme mit dem Alter zunehmen. Besonders häufig betroffen sind ältere Frauen sowie Menschen im mittleren Lebensalter.
Bei Männern steigt vor allem die Zahl der Durchschlafstörungen mit zunehmendem Alter an. Auffällig ist darüber hinaus ein sozialer Unterschied: Menschen mit niedrigerem Bildungsabschluss berichten deutlich häufiger von Schlafproblemen als Personen mit höherer Bildung.
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Zunehmende Krisen könnten eine Rolle spielen
Die Autoren des Berichts haben dafür verschiedene Erklärungsansätze: Zum einen könne die gestiegene Smartphone-Nutzung eine Rolle spielen, aber auch die verschiedenen gesellschaftlichen Krisen – von Pandemiefolgen über den Klimawandel bis zu militärischen Konflikten.
Dass Frauen häufiger unter Schlafproblemen leiden als Männer, führen die Experten unter anderem auf hormonelle Veränderungen während der Schwangerschaft oder der Wechseljahre zurück. Hinzu kommt, dass Frauen häufiger von psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen betroffen sind, die oft mit Schlafproblemen einhergehen.












