Extremwetter in Deutschland
Zug evakuiert
Aktualisiert am 26.06.2026 – 19:53 UhrLesedauer: 21 Min.

Die Hitzewelle hat Europa fest im Griff – und nimmt in Deutschland weiter Fahrt auf. Der DWD verschärft seine amtlichen Warnungen deutlich. Die Entwicklungen im Liveblog.
Hitzewelle in Deutschland: Zug mit 475 Passagieren evakuiert
Eine Regionalbahn mit defekter Klimaanlage ist bei Bonn wegen einer technischen Störung liegengeblieben. Der Zug mit etwa 475 Passagieren sei evakuiert worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.
Zwei Menschen hätten wegen der Hitze Kreislaufprobleme erlitten, einer von ihnen sei in ein Krankenhaus gebracht worden. Eine weitere Person habe sich beim Aussteigen leicht verletzt. Rund 350 Passagiere seien mit Bussen zum Hauptbahnhof gebracht worden, die anderen seien auf andere Weise weitergereist.
Die Regionalbahn sei am späteren Nachmittag zwischen Bonn-Bad Godesberg und Bonn-Hauptbahnhof zum Halten gekommen. Außer der Klimaanlage seien auch die Bremsen und der Kompressor kaputt gewesen. Im Rheinland liegt die Außentemperatur derzeit bei 38 Grad. Gegen 18.30 Uhr sei der Einsatz beendet gewesen.
Hitze löst Schäden auf weiterer Autobahn aus
Wegen eines Hitzeschadens in der Fahrbahn hat die Autobahn GmbH einen Fahrstreifen der A7 im Süden Hamburgs sperren lassen. Der Hauptfahrstreifen in Richtung Norden können in Höhe der Anschlussstelle Hamburg-Marmstorf auf 2,5 Kilometern nicht befahren werden, teilte ein Sprecher der Autobahngesellschaft mit. Die Sperrung werde voraussichtlich bis Montagnachmittag um 15.30 Uhr andauern. Die Ausfahrt Marmstorf sei ebenfalls gesperrt worden, die Auffahrt sei verkürzt, stehe aber weiter zur Verfügung.
Zu den Details des Schadens durch die Hitzewelle erklärte der Sprecher: Eine Naht im Hauptfahrstreifen habe sich gelöst und sei von dem darüber laufenden Verkehr aus der Fuge gezogen worden. Dadurch habe sich stellenweise auch die Asphaltdeckschicht abgelöst. Die A7 ist in dem Bereich an der Landesgrenze zu Niedersachsen nur zweispurig.
Wegen der historischen Hitzewelle, die Deutschland fest im Griff hat, hat die Autobahn GmbH Nord ihre Kontrollen auf den Autobahnen in Norddeutschland verstärkt. Die Strecken würden auch am Wochenende zweimal täglich kontrolliert – jeweils am Vormittag sowie erneut am späten Nachmittag oder Abend, hieß es.
Fischsterben in Mosel droht
18.48 Uhr: Die hohen Wassertemperaturen in der Mosel haben den Sauerstoffgehalt vor allem am Oberlauf des Flusses so sinken lassen, dass dort ein Fischsterben droht. Das teilte das Umweltministerium in Mainz mit. Im Bereich von Palzem im Landkreis Trier-Saarburg liegt die Sauerstoffkonzentration im Wasser demnach mit 2,6 Milligramm pro Liter unter der für Fische kritischen Marke von 3 Milligramm.











