Vorwürfe aus dem Konzern
Schwache Zahlen: McDonald’s wirft US-Chef raus
04.08.2026 – 22:19 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach schwachen Quartalszahlen trennt sich McDonald’s von seinem US-Chef. Der Fast-Food-Riese setzt nun auf eine neue Führungskraft, um die Trendwende einzuleiten.
McDonald’s gibt nach einem schwachen Quartal dem Chef seines wichtigsten Marktes USA den Laufpass. Skye Anderson übernehme mit sofortiger Wirkung die Leitung in den Vereinigten Staaten von Joe Erlinger, teilte der Fast-Food-Konzern am Dienstag mit. Konzernchef Chris Kempczinski begründete den Wechsel mit Fehlern bei der Umsetzung der Verkaufsstrategie im zweiten Quartal. Das flächenbereinigte Umsatzwachstum in den USA lag mit 0,8 Prozent unter den Erwartungen der Wall Street.
McDonald’s habe es nicht geschafft, einkommensschwächere Kunden zurückzugewinnen, die ihre Restaurantbesuche zuletzt eingeschränkt hätten. Dabei habe man kein Strategieproblem, sondern die Pläne schlicht nicht auf dem nötigen Niveau ausgeführt, sagte Kempczinski. Eine Fülle von Werbeaktionen habe Mitarbeiter in den Restaurants überfordert und zu langen Wartezeiten für Kunden geführt. Zudem sei es falsch gewesen, digitale Rabatte zu streichen, während zugleich ein neues Menü für unter drei Dollar eingeführt wurde, das nicht für genügend neuen Umsatz gesorgt habe. Dies sei für zwei Drittel der verfehlten Umsatzziele verantwortlich gewesen. Die Behebung dieses „schlechten Geschäfts“ werde für Anderson in den nächsten zwei Quartalen im Mittelpunkt stehen.
Die neue US-Chefin ist seit 26 Jahren bei McDonald’s und war zuletzt für das operative US-Geschäft zuständig. Sie soll nun die rund 14.000 Restaurants in den Vereinigten Staaten leiten und eine neue Strategie zur Trendwende vorantreiben. Erlinger stand seit 2019 an der Spitze der US-Sparte und steuerte das Unternehmen unter anderem durch einen Ausbruch von E.-coli-Bakterien im Jahr 2024. Er soll McDonald’s noch bis Anfang 2027 als Berater zur Verfügung stehen. Der Konzern erklärte, der Wechsel folge einem bereits zu Jahresbeginn eingeleiteten Plan.










