
„Sie hatten einen Schutzengel“
Mann stürzt 15 Meter in die Tiefe – Helfer fällt hinterher
30.12.2025Lesedauer: 2 Min.
Ein Mann möchte sich an einer schneebedeckten Schlucht erleichtern. Plötzlich stürzt er in die Tiefe. Als ein Freund zu Hilfe eilt, eskaliert die Situation.
Im österreichischen St. Anton ist am Montagabend gegen 19 Uhr ein 21-jähriger Deutscher einen Hang etwa 15 Meter in die Tiefe gestürzt. Als ein Bekannter ihm helfen wollte, stürzte dieser selbst hinab. Beide konnten gerettet werden. Ein Bergretter stellt im Gespräch mit t-online dennoch klar: Ohne „einen Schutzengel“ hätte das ganz anders ausgehen können.
Der 21-jährige Mann aus dem Raum Berlin war mit Bekannten auf dem Parkplatz eines Tiroler Lokals in St. Anton, als er sich stark alkoholisiert am Rande einer Schlucht erleichtern wollte, erklärt eine Sprecherin der Landespolizeidirektion Tirol t-online.
Dabei stürzte er die Schlucht etwa 10 bis 15 Meter in die Tiefe, ergänzte ein Sprecher der Bergrettung St. Anton. Der Betrunkene kam daraufhin von allein nicht mehr wieder hoch. Deshalb wollte ihm ein 22-jähriger Bekannter, ein Mann aus Österreich, helfen – doch auch er rutschte die Schlucht hinab.
Der Sprecher der Bergrettung erklärt: „Allein, dass sie nicht weiter abgestürzt sind, war pures Glück.“ Denn nur wenige Meter weiter unten wären die jungen Männer gegen Felsen geprallt und in einen Bach gefallen. Bei den aktuellen Temperaturen hätte das sehr gefährlich werden können.
Dass sie sich bremsen konnten, lag laut dem Sprecher nur daran, dass es kaum vereist und die Schneedecke hart war. „Mit mehr Eis hätten sie sich nicht halten können“, stellt der Sprecher klar.
Der Geschäftsführer des Lokals habe daraufhin den Notruf angerufen, so der Sprecher. Der Rettungseinsatz gestaltete sich aufgrund der Geländesituation als schwierig. Ein hinzugerufener Rettungshubschrauber musste aufgrund von umliegenden Bäumen und Stromleitung sehr vorsichtig sein. „Es ist aber alles gut gegangen. Wir konnten beide mit einer Seilwinde hinaufziehen“, so der Sprecher der Bergrettung zu t-online. Beide Männer blieben abgesehen von einer leichten Unterkühlung unverletzt.











