Stundenlang allein
Maschine überbucht: Lufthansa lässt Kind am Flughafen stehen
14.08.2026 – 03:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Kind will mit Lufthansa von München nach Schweden fliegen, doch der Flug ist überbucht. Was am Gate mit ihr geschieht, macht ihre Eltern fassungslos.
Fast sieben Stunden lang wusste eine schwedische Familie nicht, wo ihre 13-jährige Tochter steckt. Grund war die Überbuchung eines Fluges: Weil ihre Lufthansa-Maschine ab München zu voll war, wurde die alleinreisende Alma L. am Gate zurückgehalten und musste auf die nächste Maschine warten.
Ein Sprecher der Airline hat sich inzwischen bei der Familie entschuldigt und eine interne Untersuchung des Falls angekündigt. Gemeinsam mit dem Flughafen München und den beteiligten Mitarbeitern soll geklärt werden, wie es zu der Entscheidung kam. Zusätzlich habe man zugesagt, sich direkt mit der betroffenen Passagierin, Alma L., in Verbindung zu setzen, berichtet die schwedische Zeitung „Expressen“.
Kind am Gate herausgezogen und zur Seite gebeten
Ausgangspunkt war ein Deutschkurs in Österreich, nach dessen Ende die 13-Jährige über München zurück nach Schweden fliegen sollte. Was ihre Mutter der Zeitung schilderte, deutet auf ein chaotisches Nachmittags- und Abendprogramm am Flughafenhin: Am Ende musste Alma bis gegen 22 Uhr auf ihren Flug nach Stockholm-Arlanda warten – mehrere Stunden später als geplant.
Nach Angaben ihrer Mutter sei die 13-Jährige am Gate herausgegriffen und zur Seite gebeten worden; für sie sei kein Platz mehr an Bord gewesen. Gefragt worden sei sie dabei nicht, eine Wahl habe sie nicht gehabt.
Mutter verärgert über Umgang mit Kind
Zwischenzeitlich war für die Eltern nicht erkennbar, wo sich ihre Tochter überhaupt aufhielt. Der Kontakt sei abgerissen, mutmaßlich weil der Handyakku leer war. Nach ihrer Einschätzung hielt sich Alma in dieser Zeit irgendwo auf dem Flughafengelände auf.
Besonders verärgert habe die Mutter, warum ausgerechnet ihre allein reisende Tochter für den Ersatzflug ausgewählt wurde – und dass eine große internationale Airline ein Kind auf diese Weise behandele, sei aus ihrer Sicht nicht hinnehmbar.












