Erst 2025 ausgetreten
Elif Eralp war Mitglied in linksextremem Verein
Aktualisiert am 29.09.2026 – 19:18 UhrLesedauer: 2 Min.
Noch ein Problem für die Berliner Linke. Wahlsiegerin Elif Eralp trat als Jura-Studentin der Roten Hilfe bei. Der Verein wird vom Verfassungsschutz beobachtet.
Vor der ersten Sondierungsrunde mit Grünen und SPD gibt es neue Vorwürfe gegen die Linkspartei in Berlin. Laut einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ war Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp bis 2025 Mitglied der Roten Hilfe. Der Verein unterstützt zum Beispiel Gefangene durch juristische Beratung. Er wird vom Verfassungsschutz als linksextrem eingestuft.
Die „FAZ“ bezieht sich auf frühere Auflagen des Handbuchs des Berliner Abgeordnetenhauses. Die Landesgeschäftsstelle der Linken bestätigte der Zeitung, dass Eralp bis 2025 Mitglied gewesen sei.
- Rot-Rot-Grün: Union will Berlin die Mittel streichen
- Umfrage: Union fällt unter magische Marke
Der Verein mit Hauptsitz im niedersächsischen Göttingen wird seit 2012 vom Verfassungsschutz beobachtet. Laut „FAZ“ wird der Verein vom Verfassungsschutz als „die größte und eine der wichtigsten Gruppierungen im deutschen Linksextremismus“ eingestuft. Im aktuellen Verfassungsschutzbericht heißt es der Zeitung zufolge, primäres Betätigungsfeld der Roten Hilfe sei „die Unterstützung linksextremistischer Straftäter“. Doch finden sich unter den rund 20.000 Mitgliedern auch passive Mitglieder, die die Arbeit durch Beiträge unterstützten.
Auch Schily und Ströbele standen Verein nahe
Die Rote Hilfe ist ein Verein zur Unterstützung linker Aktivistinnen und Aktivisten. In ihrer Zeit als Strafverteidiger von RAF-Mitgliedern standen dem Verein auch der spätere Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) sowie der spätere Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christan Ströbele nahe.

Laut Landesgeschäftsstelle war Eralp während ihres Jurastudiums in den Verein eingetreten. Sie habe unterstützen wollen, „dass Menschen einen juristischen Beistand haben, die sich für linke und soziale Themen engagieren, auch wenn sie selbst nicht über die nötigen finanziellen Mittel verfügen“, zitierte die „FAZ“ das Statement. Anschließend sei sie „über Jahre passives Mitglied“ gewesen. Über die Mitgliedschaft habe Eralp auf der Homepage des Abgeordnetenhauses immer transparent informiert. Im vergangenen Jahr sei sie „wegen teilweise anderer politischer Ansichten“ ausgetreten.












