Im Endstadium
Leberzirrhose: Sterbeverlauf ist nicht immer gleich
Aktualisiert am 23.04.2026 – 15:53 UhrLesedauer: 4 Min.
Eine weit fortgeschrittene Leberzirrhose kann tödlich enden. Der Sterbeverlauf hängt davon ab, welche Komplikationen auftreten.
Eine Leberzirrhose ist eine schwere chronische Erkrankung, die im fortgeschrittenen Stadium lebensbedrohlich werden kann. Mitunter wird dann der Begriff „Endstadium“ verwendet, der aber umgangssprachlich und medizinisch nicht eindeutig definiert ist.
Ob eine Leberzirrhose tatsächlich zum Tod führt, hängt stark vom Stadium der Erkrankung ab. In frühen Stadien ohne Komplikationen ist das Risiko vergleichsweise gering, und viele Betroffene leben über Jahre mit der Erkrankung. Erst wenn Komplikationen wie „Bauchwasser“ (Aszites) oder Blutungen auftreten, nimmt das Risiko deutlich zu.
Zu den häufigsten Todesursachen gehören:
Bei manchen Menschen mit einer Leberzirrhose entwickelt sich zusätzlich Leberkrebs (hepatozelluläres Karzinom). Auch das kann den Verlauf der Erkrankung beeinflussen und lebensbedrohlich werden.
Die Leber ist eine wichtige Station im Blutkreislauf. Ist sie stark beschädigt, staut sich das Blut vor ihr, wodurch der Blutdruck in den Venen des Bauchraumes steigt (portale Hypertension). Das Blut sucht sich dann andere Wege, zum Beispiel durch die Venen des Magens und der Speiseröhre. So entstehen Krampfadern (Varizen). Wenn deren Wände einreißen, tritt das Blut aus, es kommt zu sogenannten Varizenblutungen.
Diese können sich in heftigen Beschwerden äußern. Bei starken Blutungen erbrechen die Erkrankten schwallartig Blut. Auch kann das Blut über den Darm in den Stuhl gelangen und diesen schwarz färben, was als Teerstuhl bezeichnet wird. Nicht jede Varizenblutung beginnt jedoch mit sichtbarem Bluterbrechen. Sie kann auch zunächst nur durch Kreislaufschwäche, Blutarmut oder Teerstuhl auffallen.
Wenn die Blutung nicht rechtzeitig gestoppt wird, kann der Kreislauf zusammenbrechen. Der Körper verliert zu viel Blut, die Organe werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. In der Folge kann es zu Organversagen kommen, das sich zum Beispiel durch Bewusstseinsstörungen, Herzrasen und Schwitzen bemerkbar macht. Ohne Behandlung kann dieser Zustand innerhalb kurzer Zeit lebensbedrohlich werden.












