„Breite Schultern können mehr tragen“
Klingbeil kontert Union in Steuerdebatte
Aktualisiert am 24.04.2026 – 08:39 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Union prescht mit Vorschlägen zu Steuerentlastungen vor. Auch für Besserverdiener. Nun hält der SPD-Chef Klingbeil dagegen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil strebt eine Steuerreform vor allem für Einkommen bis 3.000 Euro an. Der SPD-Chef sagte der „Wirtschaftswoche“: „Ich rede vor allem von Menschen, die 2.500 oder 3.000 Euro brutto verdienen und mehr Geld im Portemonnaie haben sollen. Das ist Realität für sehr viele Menschen in Deutschland. Für genau die will ich es leichter machen.“
Die schwarz-rote Koalition hatte angekündigt, zum 1. Januar 2027 eine große Reform der Einkommensteuer zur dauerhaften Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen greifen zu lassen.
Umstritten ist die Gegenfinanzierung. Die SPD will hohe Einkommen und Erbschaften stärker belasten. Das sieht die Union aber sehr skeptisch. Ende März hatte Kingbeil in einer Reform-Rede gesagt, bei der Einkommensteuer sollten 95 Prozent der Beschäftigten entlastet werden: „Und zwar merklich, mit einigen hundert Euro im Jahr.“
Das Unions-Konzept will zur Finanzierung der Entlastungen unter anderem Subventionen streichen. Der Finanzminister sagte auf die Frage, wo Geld für eine kräftige Einkommensteuersenkung herkommen soll: „Jede Seite hat Ideen, wie eine Gegenfinanzierung aussehen könnte. Die Vorschläge müssen nun übereinandergelegt werden. Am Ende wird es eine gute Lösung geben. Für mich ist klar, dass breitere Schultern auch mehr tragen können.“











