Fester Schlüssel
Deutschlandticket soll künftig jährlich teurer werden
05.04.2026 – 08:36 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Länder wollen Preissteigerungen beim Deutschlandticket künftig automatisch an Kostenentwicklungen koppeln. Ab 2027 soll der Preis jedes Jahr angepasst werden.
Die Bundesländer haben sich auf einen Mechanismus verständigt, mit dem der Preis des Deutschlandtickets künftig regelmäßig steigen soll. Grundlage ist ein Index, in den unter anderem die Entwicklung der Personal- und Energiekosten einfließt. Das teilte das bayerische Verkehrsministerium nach der Verkehrsministerkonferenz in Lindau mit, die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtete zuerst.
Ab dem kommenden Jahr soll der Preis des Monatstickets jährlich entsprechend dieses Index angepasst werden. Ziel ist es, steigende Kosten im öffentlichen Nahverkehr besser abzubilden. Das Deutschlandticket war am 1. Mai 2023 eingeführt worden und kostete zunächst 49 Euro im Monat. Inzwischen wurde der Preis mehrfach erhöht und liegt aktuell bei 63 Euro.
Bund und Länder gleichen Einnahmeausfälle der Verkehrsunternehmen derzeit mit insgesamt drei Milliarden Euro jährlich aus. Diese Finanzierung ist zunächst bis 2030 vorgesehen. Nach Einschätzung der Verkehrsminister reicht das jedoch voraussichtlich nicht aus, um steigende Kosten dauerhaft zu decken.
Mit dem neuen Mechanismus soll der Ticketpreis deshalb künftig nach einem festen Schlüssel steigen. Sachsen-Anhalts Verkehrsministerin Lydia Hüskens (FDP) bezeichnete den Beschluss als wichtigen Schritt zur Sicherung des Angebots. Künftig würden bei der Preisbildung stärker marktübliche Faktoren wie Personal- und Energiekosten berücksichtigt.












