Rettung von Timmy

Millionärin spricht von Wal-Trauma

18.04.2026 – 10:18 UhrLesedauer: 2 Min.

Karin Walter-Mommert (Archivbild): Sie ist eine der Finanziers der Rettungsaktion. (Quelle: Marius Schwarz/imago)

Seit Donnerstag läuft eine neue Rettungsaktion des gestrandeten Buckelwals. Wie die beiden Geldgeber klarstellen, spielen die Kosten dabei keine Rolle.

Die beiden Finanziers der Wal-Rettung Walter Gunz und Karin Walter-Mommert habe sich im Gespräch mit „Bild“ zu der Aktion geäußert. Die Millionärin erklärte dabei, dass sich die Kosten der Rettung wegen zu vielen Faktoren nur bedingt voraussagen ließen. Walter-Mommert fügte hinzu: „Die Kosten entscheidet allein der Wal und nicht wir.“

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Quelle: t-online

Auch Mediamarkt-Gründer Walter Gunz unterstrich, dass sich die Rettungsaktion nur „auf Sicht“ planen ließe – und der finanzielle Aspekt nicht entscheidend sei. Die ständigen Fragen nach den Kosten zeige nur, dass die Menschen zu sehr auf das Materielle fokussiert seien.

Weiter erklärte Walter-Mommert, dass sie dem gestrandeten Tier Freiheit wünsche – „ob das im Ozean oder im Himmel ist“ sei dabei egal. Sie fügte hinzu: „Freiheit ist das höchste Gut des Menschen.“ Auch Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz hat einen Wunsch für das gestrandete Tier: Wie er erklärte, hofft er, dass der Wal die Liebe der Menschen spürt.

Er freue sich über die Anteilnahme, die Timmy online und auch vor Ort erfahre – sie zeige, dass die Menschen nicht „abgestumpft“ seien. Er handele „aus Liebe zu diesem Wal“ – inzwischen habe er das Tier so lieb gewonnen wie seinen Hund. Wie Walter-Mommert erklärte, hat Deutschland durch das Geschehen um Timmy inzwischen ein Wal-Trauma. Sie wolle dem hilflosen Tier helfen.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace sieht wenig Chancen für eine Rettung des vor der Insel Poel gestrandeten Wals durch die private Initiative. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hatte am Mittwoch überraschend grünes Licht für den Rettungsversuch einer privaten Initiative für den bei Wismar gestrandeten Buckelwal gegeben. Die Verantwortung für die neue Aktion liege komplett bei den Initiatoren, betonte Backhaus.

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