Schokoladenhersteller
Lindt verhandelt mit Edeka – und kündigt Preissenkungen an
Aktualisiert am 14.06.2026 – 18:10 UhrLesedauer: 2 Min.
Lindt und Edeka ringen weiter um neue Lieferkonditionen. Der Zeitdruck steigt, denn die Planung des Weihnachtsgeschäfts steht bald an.
Die Verhandlungen zwischen Edeka und Lindt über künftige Lieferkonditionen dauern an – und das zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Normalerweise werden Weihnachtsartikel zwischen Juni und Juli bestellt und ab August ausgeliefert, damit die Läden rechtzeitig vor der Saison eingedeckt sind. Doch bislang hat Edeka noch keine Bestellungen aufgegeben. Für Lindt wird die Zeit damit knapp, die Produktionsmengen zu planen.
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Hintergrund ist das zuletzt schwache Saisongeschäft: Die zwischenzeitlich stark gestiegenen Schokoladenpreise hatten in den vergangenen Jahren zu deutlichen Absatzrückgängen geführt – nicht nur im Alltagsgeschäft, sondern besonders im wichtigen Saisongeschäft. Auch rund um Ostern blieben die Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurück. Viele Kaufleute berichteten, auf Ware sitzen geblieben zu sein, und wollen künftig weniger bestellen. Ein Umsatzplus über der Inflationsrate blieb vielerorts aus.
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Weihnachtsprodukte werden günstiger
Dass die Rohkakaopreise nach den exorbitanten Steigerungen der Jahre 2024 und 2025 inzwischen wieder deutlich gesunken sind, hat den Druck auf Lindt weiter erhöht. Der Hersteller reagiert nun mit spürbaren Preissenkungen: Im Durchschnitt sollen Saisonartikel im zweiten Halbjahr zehn Prozent günstiger werden.
Über 75 Prozent der Weihnachtsprodukte sollen dann unter einer unverbindlichen Preisempfehlung von zehn Euro liegen. Bei den Weihnachtsmännern reduziert Lindt über alle Größen hinweg. Zudem wird es bei der 125-g-Variante erstmals einen einheitlichen Preis geben – unabhängig von der Sorte. „Wir starten mit einer deutlich attraktiveren Preispositionierung in die diesjährige Weihnachtssaison“, teilt das Unternehmen mit.
Mit den meisten anderen deutschen Händlern hat sich Lindt bereits geeinigt. Mit Edeka laufen nach Angaben beider Seiten „konstruktive Gespräche“, eine Einigung soll „zeitnah“ folgen. Edeka selbst wollte sich auf Nachfrage nicht zu den Verhandlungen äußern.
