„Kein Grund zur Sorge“
Hantavirus-Ausbruch: Kontaktperson liegt in Münchner Klinik
11.05.2026 – 18:07 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf der „Hondius“ liegt eine Kontaktperson in der München Klinik Schwabing in Isolation. Das ist ihr Gesundheitszustand.
Eine Kontaktperson mit einem Infizierten des Hantavirus-Ausbruchs auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ liegt in der München Klinik Schwabing in Quarantäne – ohne Symptome, in „stabiler klinischer Verfassung“, wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und die München Klinik Schwabing mitteilten.
Die Person soll in der Klinik bleiben, bis die Inkubationszeit abgelaufen ist. Die bisherigen Untersuchungen hätten ergeben, dass sie keine Hantavirus-Symptome aufweise, hatte ein Sprecher des LGL vor der Ankunft der Person in Bayern mitgeteilt. Weitere Details nannte das LGL unter Verweis auf den Persönlichkeitsschutz nicht.
Münchner Klinik ist für Kontakpersonen aus Bayern zuständig
Die Inkubationszeit beim Hantavirus beträgt laut Experten in der Regel zwei Wochen, kann aber zwischen sieben Tagen und sechs Wochen schwanken. Die München Klinik Schwabing ist laut LGL als Behandlungszentrum für Kontaktpersonen aus Bayern zuständig.
Auf Anfrage der Münchner Redaktion von t-online teilt das LGL im Hinblick auf die Historie des Hantavirus mit, dass es in den vergangenen zehn Jahren insgesamt acht klinisch oder labordiagnostisch bestätigte Hanta-Meldungen für in München wohnhafte Personen gegeben hat. Bei zwei davon sei der vermutliche Ansteckungsort auch München gewesen. Im Jahr 2026 gab es in der Stadt bislang keine Meldungen.
LGL gibt Entwarnung vor Hantavirus-Zunahme in München
Auf die Frage hin, ob sich die Münchner Sorgen um die Ausbreitung des Virus in der Stadt machen müssen, gibt das LGL Entwarnung: „Wir haben während der letzten Jahre keine Tendenz zur Zunahme der Hanta-Fälle verzeichnet und sehen bislang keinen Grund, eine solche demnächst zu erwarten. Diesbezüglich besteht aus unserer Sicht somit derzeit kein Grund zur Sorge.“
Vier deutsche Passagiere der „Hondius“ waren am Wochenende von der Kanareninsel Teneriffa über die Niederlande nach Frankfurt am Main gebracht und von dort am Montag in ihre Heimatbundesländer verlegt worden.











