Nach Einbruchsversuch in Großmarkt
Polizei macht 20-Millionen-Euro-Fund
04.11.2026 – 15:13 UhrLesedauer: 2 Min.
In einem bayerischen Großmarkt wird ein Einbruchsversuch gemeldet. Die Polizei hat sofort einen Verdacht – und rückt zum Großeinsatz aus.
Polizei und Zoll haben in einem Großmarkt in Nürnberg 300 Kilogramm Kokain in Bananenkisten gefunden. Die Menge habe einen Straßenverkaufswert von derzeit etwa 20 Millionen Euro, teilte das bayerische Landeskriminalamt (LKA) am Mittwoch in München mit.
Der Großmarkt hatte die Polizei am Montag nach einem Einbruchsversuch gerufen. Den Beamten kam eigener Auskunft sofort ein Verdacht, weil „es immer wieder Hinweise auf Kokainschmuggel in Fruchtlieferungen aus Südamerika“ gebe. Daher wurden Beamte der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift Nordbayern, des Zollfahndungsamtes München und des Landeskriminalamtes hinzugezogen.
- Wilhelmshaven: Kokain im Wert von halber Milliarde Euro beschlagnahmt
Vor Ort erklärte ein Mitarbeiter des Großmarktes, ihm sei eine Kiste mit deutlich höherem Gewicht als normal aufgefallen. Die Beamten öffneten diese – und stießen auf mehrere Kokainziegel.

Polizei und Zoll durchsuchten dem LKA zufolge daraufhin zahlreiche Kartons auf 50 Paletten und fanden weiteres Kokain. Den Ermittlungen zufolge kamen die Bananenkisten mit einem Frachter aus Ecuador im Hafen im niederländischen Vlissingen an. Von dort ging es demnach weiter nach Nürnberg.
Kokainschmuggler müssen für bis zu zwölf Jahre in Haft
Bananenlieferungen werden wiederholt zum Schmuggel von Drogen missbraucht. Ein besonders aufsehenerregender Fund gelang der Polizei im September 2024: Damals stellten Beamte im Hamburger Hafen 2,1 Tonnen hochreines Kokain in einem Bananencontainer sicher, das gerade von Kriminellen ausgeladen werden sollte.
In diesem und einem weiteren, damit verbundenem Fall wurden die Täter zu Freiheitsstrafen zwischen sechs und zwölf Jahren verurteilt. Der Bundesgerichtshof wies im September 2026 die Revisionen von acht Angeklagten in den beiden Fällen zurück – die Urteile sind seither rechtskräftig.











