Neue Zahlen
In zwei Bundesländern leben Männer besonders lang
04.11.2026 – 14:39 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Lebenserwartung von Männern hat sich in ganz Deutschland erholt. Doch bei Frauen zeigt sich ein anderes Bild – ein Laster könnte der Grund sein.
In Bayern und Baden-Württemberg liegt die Lebenserwartung von Männern nun bei über 80 Jahren. Das geht aus einer Mitteilung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) vom Mittwoch hervor. Damit hat sich die Lebenserwartung von Männern bundesweit wieder auf das Niveau vor der Corona-Pandemie eingependelt – bei Frauen ist das nicht überall der Fall.
Am unteren Ende der Skala liegen bei den Männern Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Der Abstand zwischen dem besten und dem schlechtesten Bundesland beträgt laut BiB bei Männern rund 3,9 Jahre, bei Frauen 2,6 Jahre.
Bei Frauen fällt die Entwicklung uneinheitlicher aus. Im Saarland und in Bremen ist die weibliche Lebenserwartung besonders niedrig. In Thüringen ging sie um etwa ein halbes Jahr zurück. Insgesamt liegen sieben Bundesländer bei der Lebenserwartung von Frauen noch unter dem Stand vor der Corona-Pandemie.

Auch der Abstand zwischen Männern und Frauen bleibt groß. Am geringsten ist er im Saarland mit 3,7 Jahren, gefolgt von Schleswig-Holstein mit 3,9 Jahren. In den ostdeutschen Bundesländern leben Männer fast überall mehr als fünf Jahre kürzer als Frauen. In Mecklenburg-Vorpommern beträgt der Unterschied sogar 6,4 Jahre.
Den unterschiedlichen Verlauf bei Männern und Frauen führt das BiB möglicherweise auf den Tabakkonsum zurück. Starkes Rauchen war im 20. Jahrhundert unter Männern weiter verbreitet als unter Frauen, ließ bei den Männern aber bereits vor einigen Jahrzehnten nach. Frauen begannen hingegen erst ab den 1970er-Jahren vermehrt zu rauchen. Die gesundheitlichen Folgen würden sich bei ihnen daher stärker bemerkbar machen, so das Institut.











