„Steuergeld buchstäblich geschreddert“
Klingbeil muss Silbermünzen einschmelzen lassen
31.10.2026 – 15:23 UhrLesedauer: 1 Min.
Das Bundesfinanzministerium ließ Silbermünzen prägen. Dann stiegen die Materialpreise – und die Münzen mussten für viel Geld zerstört werden.
Es hätte ein klassisches Weihnachtsgeschenk für die Enkel werden können. Doch vor gut einem Jahr musste das Bundesfinanzministerium den geplanten Verkauf der Silbermünzen „Heilige Drei Könige“ und „125 Jahre Wuppertaler Schwebebahn“ absagen. Der Grund: Die Silberpreise waren so stark gestiegen, dass der Nennwert deutlich unter dem Materialwert lag.
Beide Münzsorten mussten „in einer Prägestätte deformiert“, eingeschmolzen und mit neuem Nennwert versehen werden. Kostenpunkt: 624.000 Euro für die Münze „Heilige Drei Könige“ und 733.000 Euro für die Münze „Wuppertaler Schwebebahn“, insgesamt also fast 1,4 Millionen Euro. Das geht aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Berichtsbitte des Grünen-Haushälters Sebastian Schäfer hervor.
Trotzdem rechnet das Ministerium noch mit einem „deutlichen Münzgewinn im oberen einstelligen Millionenbereich“, auch weil der Silbergehalt der Münze „Heilige Drei Könige“ reduziert worden sei. Die Weihnachtsmünze erscheint nun am 5. November als 50-Euro-Geldstück. Der Grünen-Haushälter kritisiert, dass hier Steuergeld „buchstäblich und fahrlässig geschreddert“ worden sei. „So darf mit dem Geld der Bürgerinnen und Bürger schlicht und einfach nicht umgegangen werden.“











