Eröffnung nach einem Jahr

Traditionsreiches Kino aus Berlin kehrt zurück


23.04.2026 – 10:36 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Inneneinrichtung: Rund 180 Menschen finden hier Platz. (Quelle: Vali Djordjevid/Kino Arsenal)

Die Geschichte des Kino Arsenal in Berlin reicht mehrere Jahrzehnte zurück. Nun musste es umziehen – und kommt jetzt nach über einem Jahr Abstinenz zurück.

Das traditionsreiche Kino Arsenal in Berlin kehrt nach über einem Jahr an einen neuen Standort zurück. Es eröffnet am 3. Mai in der Westhalle des „silent green Kulturquartiers“ in Wedding. Die damalige Trauerhalle des dortigen ehemaligen Krematoriums war im vergangenen Jahr vom „Arsenal Filminstitut“ aufwendig und unter Denkmalauflagen umgebaut worden.

Entstanden ist demnach ein Kinosaal mit 180 Plätzen, der sowohl analoge als auch digitale Vorführmöglichkeiten bietet. Das Archiv des Arsenals, welches mittlerweile mehr als 10.000 Titel umfasst, ist an diesem Ort bereits seit 2015 untergebracht. Das „silent green“, welches als interdisziplinäres Kulturzentrum seit 2013 besteht, hat mit dem Arsenal einen Mietvertrag von über 20 Jahren abgeschlossen.

Der Eingang des neuen Kinos befindet sich auf der Nordseite des Gebäudes in der Plantagenstraße 30. Laut der Verantwortlichen gibt es auch einen kleinen Innenhof für Veranstaltungen. Die Kosten für die Umbauarbeiten und die Renovierung übernimmt das „silent green Kulturquartier“ als Vermieter. Die Umzugskosten und den Ausbau des Kinos werden demnach durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien bereitgestellt.

Zuvor war das Kino Arsenal seit dem Jahr 2000 im Sony Center am Potsdamer Platz beheimatet. Dort waren die Mietverträge ausgelaufen, die letzte Vorführung lief am 15. Dezember 2024. Die Anfänge hatte das Kino Arsenal in den 1970er-Jahren in Schöneberg. Es bietet keine typischen Mainstream-Filme, sondern ein kuratiertes Programm aus Filmkunst, Arthouse, Retrospektiven und Geschichte.

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