Ostseedrama im Newsblog
Walretter: Es gibt kein fertiges Konzept
Aktualisiert am 23.04.2026 – 11:58 UhrLesedauer: 38 Min.
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Die Rettungsinitiative hat ein neues Konzept für den Buckelwal ausgearbeitet. Der Umweltminister fordert ein Denkmal für Timmy. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Technischer Leiter: Es gibt kein fertiges Konzept
11.20 Uhr: Die Meldungen über ein neues, schon fertiges Konzept zur Walrettung sind laut dem technischen Leiter der Helfer-Crew falsch. Es gebe kein fertiges Konzept, sagte Fred Babbel vor Journalisten. Wie der Wal in den Lastkahn kommen soll, der sich gerade aus Hamburg auf dem Weg nach Poel befindet, ist also wohl noch offen. Die Tierärzte hätten noch Fragen, sagte Babbel.
Die Kommunikation mit den Behörden bezeichnete er unterdessen als „gut“. Er sagte: „Ich stimme Herrn Backhaus zu.“ Und: „Wer etwas anderes behauptet, der lügt.“
Timmy kann sich in einer „Wanne“ bewegen
11.16 Uhr: Laut Fred Babbel, dem technischen Leiter des Helferteams, haben die Retter Timmy eine Art Wanne frei gespült, in der der Wal ein bisschen Bewegungsfreiheit hat.
Das Team arbeite nun daran, einen Kanal von Timmys Wanne zur Fahrrinne zu schaffen. Ungefähr 110 Meter müssten dafür überbrückt werden, weil sich der Wal in der Zeit, bevor er diese Wanne hatte, langsam immer weiter Richtung Land geschoben habe. Schätzungsweise dauere die Arbeit am Kanal noch zwei Tage. Die Fahrrinne für Schiffe sei 70 Meter breit und zwischen drei und vier Metern tief, sagte Babbel. Wenn Timmy diese Fahrrinne erreiche, könne man den Wal entweder frei schwimmen lassen – oder er werde auf andere Weise transportiert.
Technischer Einsatzleiter: „Da erschrickt man natürlich“
11.12 Uhr: Fred Babbel, Chef des Taucherteams der Retter und technischer Leiter, gibt ein Update. Die Arbeiter, die bei Timmy sind, um Sediment wegzuspülen, nennt er „meine Jungs“. Gestern habe es einen Schockmoment gegeben: Der Wal habe zwei Arbeiter mit seiner Flosse getroffen. „Da erschrickt man natürlich“, sagt Babbel. Aber es sei nichts passiert.
Saugbagger bei der Arbeit
10.54 Uhr: Die Helfer sind weiter dabei, Timmy Platz zu verschaffen. Per Saugbagger wird Sediment fortgespült.
Neues Konzept: Lastkahn ist unterwegs
10.46 Uhr: Zur Walrettung ist der Einsatz einer rund 15 Meter breiten, absenkbaren Barge im Gespräch. Dabei handelt es sich um eine Art nicht selbstfahrenden Lastkahn, der von Schleppern gezogen wird. Die Barge sei auf dem Weg aus dem Hamburger Raum in Richtung Wismarbucht, sagte ein Mitglied der privaten Rettungsinitiative. Wann genau sie eintreffe, sei nicht klar.
Die Anfahrt brauche Zeit, da die Barge nur mit einer Geschwindigkeit von fünf Knoten, etwa neun Kilometern in der Stunde, unterwegs sei und durch den Nord-Ostsee-Kanal müsse. Allein das werde etwa einen Tag in Anspruch nehmen. Geplant ist zudem ein Zwischenstopp in der Werft in Wismar.
