Konkret betroffen ist unter anderem die Sport- und Freizeitanlage Fühlinger See. Dort finden seit mehreren Jahren regelmäßig Bekämpfungsmaßnahmen statt.

Zugleich zeigt Köln ein anderes Problem: Der Eichenprozessionsspinner wird häufig mit der Gespinstmotte verwechselt. Für 2026 liegt laut Stadt bereits eine geringe dreistellige Zahl solcher Fehlmeldungen vor.

Befall von einem Baum mit der Gespinstmotte und deren Raupen (Archivbild). (Quelle: IMAGO/Gottfried Czepluch/imago)

Aachen

Auch Aachen meldet nur wenige bestätigte Fälle. Nach Angaben der Stadt wurden bislang zwei Nester des Eichenprozessionsspinners entdeckt. Beide Fälle betrafen Bäume einer Straße in Verlautenheide.

Mitarbeiter der Baumunterhaltung entfernten die Nester mit Schutzanzügen, Masken und Filtergeräten. Weitere bestätigte Fälle gibt es bislang nicht. Alle anderen überprüften Verdachtsmeldungen hätten sich als Gespinstmotten herausgestellt. Mehr dazu lesen Sie hier.

München

In München ist die Lage deutlich ruhiger. Dort gibt es 2026 bislang nur einen bestätigten Befall des Eichenprozessionsspinners. Der Fall betrifft eine Grünanlage am Stadtrand im Münchner Westen. Insgesamt gingen rund 25 Verdachtsmeldungen ein.

Die Stadt spricht von einer Befallsstärke, die sich bislang „auf einem an null grenzenden Niveau“ bewege. 2025 gab es in München keinen bestätigten Befall, 2026 bislang einen einzigen. Mehr erfahren Sie hier.

Pusteln nach Kontakt mit einer Larve eines Eichenprozessionsspinners. (Quelle: IMAGO/steffen schellhorn/imago)

Hannover

In Hannover wurden zuletzt Nester am Altwarmbüchener See entdeckt. Betroffen waren dort unter anderem Bäume am großen Badestrand und an den Liegewiesen im westlichen Teil des Sees.

Die Region Hannover bestätigt für 2026 Funde des Eichenprozessionsspinners in der Landeshauptstadt. Genaue Zahlen nennt sie nicht.

Warum die Lage so unterschiedlich ist

Eine bundesweite amtliche Statistik zu Nestern, Meldungen oder behandelten Flächen gibt es nicht. Vieles wird lokal erfasst: durch Städte, Bezirke, Gesundheitsämter, Grünflächenämter, Eigentümer oder Landesstellen.

Dass die Lage von Stadt zu Stadt so unterschiedlich ausfällt, hat mehrere Gründe. Die Entwicklung des Eichenprozessionsspinners ist temperaturgesteuert; warme, trockene Frühjahre und Sommer können Larvenentwicklung und Falterflug begünstigen. Zugleich entscheiden vor Ort viele Faktoren mit: Eichenbestand, Mikroklima, Vorjahresbefall und der Zeitpunkt, an dem ein Befall entdeckt wird.

Am weitesten ist die Raupe am Oberrhein (tiefrot). Der Osten um Berlin und Brandenburg liegt im Mittelfeld (orange), der Norden noch zurück (gelb). (Quelle: DWD)
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