140 Kinder betroffen
Hamburger Kita-Kette ist insolvent – so geht es weiter
23.04.2026 – 18:36 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Hamburger Kita-Kette ist insolvent. Rund 140 Kinder und 50 Mitarbeiter sind betroffen. Wie geht es weiter?
Der Hamburger Kita-Träger Kidspace ist insolvent. Am 20. und 21. April hat das Amtsgericht die vorläufigen Insolvenzverfahren über die Kidspace SA GmbH sowie die zugehörige Kidspace SA Blankenese GmbH eröffnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde in beiden Fällen Rechtsanwalt Andreas Romey von der Kanzlei Eckert Rechtsanwälte bestellt.
Kidspace betreibt drei Kindertagesstätten in Bahrenfeld, Groß Flottbek und Harburg. Insgesamt betreuen 48 Mitarbeiter dort rund 140 Kinder.
Das Konzept hinter den Kitas lautet „Du bist gut, so wie du bist“. Man wolle „aktiv dazu beitragen, dass unsere Kinder emotional, sprachlich und sozial auf die vielfältigen Anforderungen des 21. Jahrhunderts vorbereitet sind“, informiert Kidspace auf seiner Internetseite.
Die Kinder sollen deshalb inklusive Bildung und eine „geschlechterbewusste Erziehung“ genießen und nicht durch „stereotype Sichtweisen und Zuschreibungen“ eingeschränkt werden. Das Team beschreibt der Kita-Träger insgesamt als „multikulturell und divers“.
Wie geht es nach der Insolvenz weiter? Vorerst müssen sich die betroffenen Eltern nicht um einen neuen Kita-Platz für ihre Kinder kümmern. „Der laufende Betrieb der Einrichtungen wird aktuell uneingeschränkt fortgeführt“, heißt es von der Kanzlei Eckert. Auch für die 48 Angestellten geht es vorerst normal weiter. Ihre Löhne und Gehälter seien über das Insolvenzgeld bis Ende Mai gesichert.
Kidspace und der Insolvenzverwalter arbeiteten „mit Nachdruck“ daran, eine dauerhafte Lösung für den Erhalt der Kitas und der Arbeitsplätze zu finden. Unterstützung gibt es dabei durch das Hamburger Beratungsunternehmen Centuros. Dort verfüge man über „besondere Expertise im Bereich von Kindertagesstätten in der Insolvenz“, heißt es.












