„Habe mich für den Sport entschieden“
Ohne Lisa in Kanada: Thomas Müller spricht über seine Ehe
27.03.2026 – 13:25 UhrLesedauer: 2 Min.
Thomas Müller lebt seit August in Vancouver, seine Frau Lisa blieb in Deutschland. Die Entscheidung fiel dem Ehepaar nicht leicht.
Im August 2025 wechselte Thomas Müller zu den Vancouver Whitecaps, während seine Frau Lisa Müller in Bayern zurückblieb. Die Dressurreiterin ist dort im Reitsport aktiv, der gemeinsame Reiterhof hält sie in der Heimat. Wie der 36-Jährige das Leben in Kanada erlebt, hat er nun in einem Gespräch mit Moderator Johannes B. Kerner für die Sendung „Bestbesetzung“ auf MagentaTV erzählt.
Zum Thema wurde dabei auch Müllers Ehe. Kerner erwähnte schmunzelnd, dass seine eigene Frau Einwände hätte, wenn er plötzlich ins Ausland gehen wollte. Müller bestätigte, dass es auch bei ihm zu Hause Gesprächsbedarf gegeben habe: „Ja, natürlich war es eine Diskussion: Wie machen wir jetzt weiter? Aber am Ende des Tages habe ich mich für den Sport entschieden.“
Immerhin war er „ja eh sehr lange in München an unserer Homebase“. Den gemeinsamen Reiterhof nannte Müller als starke Bindung an Bayern, doch auch in seiner Abwesenheit sei alles gut organisiert. Dass sein Erscheinen oder Nichterscheinen bei Reitturnieren seiner Frau regelmäßig Schlagzeilen produziert, kommentierte er knapp: „Ja, aber das ist halt so. Das ist ganz entspannt.“
Außerdem fragte Kerner direkt, ob er sich in Kanada manchmal einsam fühle. „Du spürst manchmal schon die Einsamkeit“, gab Müller daraufhin zu. Groß sei das Problem für ihn aber nicht: „Das ist ja nicht dramatisch. Dann bist du halt für einen Moment alleine.“
Grundsätzlich bewertet Müller stille Momente neutral. „Ich finde das nicht schlimm. Das ist eine grundsätzliche Lebenseinstellung von mir, dass ich nicht jeden Moment und nicht jede Emotion gleich bewerten muss“, sagte er. Das Gefühl der Einsamkeit lasse sich auch positiv deuten, findet Müller: ganz nach dem Motto „Heute hatte ich meine Ruhe.“ Die ruhigen Stunden gäben ihm außerdem Raum, über Dinge nachzudenken, die im Alltag oft untergingen.
Zwischen München und Vancouver liegen neun Stunden Zeitverschiebung. Um seine körperliche Fitness nicht zu beeinträchtigen, schaltet Müller sein Smartphone ab 22.30 Uhr kanadischer Ortszeit in den Flugmodus. Menschen, die ihm deswegen Vorwürfe machen, habe er aus seinem Umfeld gestrichen: „Die Menschen, mit denen ich mich umgebe, da habe ich nicht diesen Druck, den man vielleicht auch ab und zu mal kennt.“












