Ein Hauch Slowenien
Im Kahn durch eine Felsschlucht bei Dresden
04.06.2026 – 19:30 UhrLesedauer: 1 Min.
Die historische Kahnfahrt bei Hinterhermsdorf führt 700 Meter durch eine schmale Sandsteinschlucht. Seit 1879 ziehen Kähne mit Gästen durch die Klamm.
Auf der Kirnitzsch gleitet ein flacher, grüner Kahn fast lautlos durchs Wasser. Über den Köpfen der Passagiere ragen senkrechte Sandsteinwände auf, an denen goldgelbe Schwefelflechten kleben. Auch wenn die Hitze draußen über Sachsen flimmert, herrscht hier unten angenehm kühles Klima.

Knapp eine Autostunde von Dresden liegt die Obere Schleuse im äußersten Osten der Sächsischen Schweiz. Seit fast 150 Jahren fahren hier Boote mit Sommergästen durch die Kirnitzschklamm.
Berggeist, Krokodil und ein schlafendes Schaf
An die Stelle der Flößer sind Bootsführer getreten. Wer mitfahren will, läuft etwa 45 Minuten vom Wanderparkplatz Buchenparkhalle hinab zur Bootsstation. Die Kahnfahrt selbst dauert rund 20 Minuten und legt 700 Meter zurück. Der Bootsführer staakt das Boot mit einem langen Holzstab vom Grund ab und zeigt unterwegs kuriose Felsformationen am Ufer: Berggeist, Krokodil und ein schlafendes Schaf, alles aus Sandstein.
Die Kirnitzsch bildet hier die Grenze zwischen Deutschland und Tschechien. Der Kahn fährt auf den 700 Metern durch den Nationalpark Sächsische Schweiz.
Die Kahnfahrt-Saison läuft von April bis Ende Oktober, täglich von 9.30 bis 16.30 Uhr. Die letzte Fahrt startet um 16 Uhr. Erwachsene zahlen 9 Euro für die einfache Fahrt, mit Gästekarte 8 Euro. Ermäßigte zahlen 7 Euro (Kinder und Jugendliche von 7 bis 17 Jahren, Schwerbehinderte ab 50 Prozent), Familien pauschal 18 Euro. Kinder bis 6 Jahre fahren in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen kostenlos.












