Von 4.100 bis 6.300 Dollar
Diese Banken rechnen mit einer neuen Gold-Rally
Aktualisiert am 17.08.2026 – 12:30 UhrLesedauer: 3 Min.
Gold glänzt wieder: Seit dem Jahrestief hat der Preis deutlich zugelegt. Für die kommenden Monate rechnen Experten mit weiterem Potenzial.
Der Goldpreis hat zu Wochenbeginn an die zuletzt positive Tendenz angeknüpft. In der Nacht auf Montag kletterte der Preis für eine Feinunze (rund 31,1 Gramm) zeitweise wieder über die Marke von 4.400 Dollar. Das Niveau konnte der Goldpreis zwar nicht ganz halten, lag aber mit 4.394 Dollar immer noch 0,4 Prozent über dem Stand vom Freitagabend.
Damit baute der Goldpreis sein Plus seit dem Jahrestief von 3.943 Dollar Ende Juni um etwas mehr als elf Prozent aus. Trotz der Erholung kostet eine Feinunze aber immer noch rund 1.200 Dollar beziehungsweise etwas mehr als ein Fünftel weniger als Ende Januar.
Kurs in zwei Jahren verdreifacht
Damals hatte der Goldpreis ein Rekordhoch von knapp 5.600 Dollar erreicht. Innerhalb von etwas mehr als zwei Jahren hatte sich der Kurs rund verdreifacht – eine für die Anlageklasse beispiellose Rally. Grund für den starken Anstieg waren unter anderem Kriege, Handelskonflikte, sinkende Zinsen, hohe Staatsschulden und Zentralbankkäufe.
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Und wie geht es nun weiter? Der milliardenschwere Hedgefonds-Manager und Daueroptimist John Paulson ist der Meinung, dass sich Gold in der Anfangsphase einer langfristigen Aufwärtsbewegung befindet. Dies erklärte er kürzlich dem US-Wirtschaftssender CNBC. Er begründete dies mit dem Vertrauensverlust in Papierwährungen und den ausufernden Staatsausgaben.
Pippa Malmgren ist ähnlicher Ansicht. „Gold ist das neue Gold“, sagte die ehemalige Sonderberaterin von Präsident George W. Bush und Mitglied des Nationalen Wirtschaftsrats dem Sender CNBC. Laut Malmgren hat sich nichts daran geändert, was Investoren an Gold reizt.
Viele befürchten, dass die Staatsausgaben in den USA außer Kontrolle geraten und das Wachstum überall sonst schwach ausfallen wird. „Das deutet auf Inflation hin“, sagte Malmgren. Sie fügte hinzu, dass sowohl die von der Trump-Regierung geführten kostspieligen Kriege im Ausland als auch deren Befürwortung von Kryptowährungen die Verunsicherung bei einigen Investoren verstärken.
Neuer Gold-Anstieg möglich
Einige Experten trauen dem Gold in den kommenden Monaten einen weiteren Anstieg zu.
- Besonders optimistisch zeigt sich die US-Bank JPMorgan. Sie hat ihre Prognose angehoben und hält langfristig einen Goldpreis zwischen 6.000 und 6.300 Dollar je Feinunze für erreichbar. Bereits für das vierte Quartal 2026 rechnen die Experten im Durchschnitt mit rund 6.000 Dollar. Damit zählt JPMorgan zu den Stimmen am Markt, die einen besonders starken Bullenmarkt prognostizieren.
- Auch die Analysten von Goldman Sachs trauen dem Goldpreis weitere Kursgewinne zu. Sie sehen Potenzial für eine Fortsetzung der Erholung und haben ihr Kursziel für das Jahresende auf 4.900 Dollar festgelegt.
- Zurückhaltender fallen die Einschätzungen von Commerzbank und DekaBank aus. Während die Commerzbank die Marke von 5.000 Dollar im Blick behält, rechnet die DekaBank lediglich mit einem moderaten Anstieg auf rund 4.350 Dollar.











