Nach Rücktritt
Spahn will nicht mehr für CDU-Bezirksvorsitz kandidieren
Aktualisiert am 19.08.2026 – 20:09 UhrLesedauer: 1 Min.
Nachdem seine Elternschaft per Leihmutter viele in seiner Partei gegen ihn aufbrachte, trat Spahn als Unionsfraktionschef zurück. Auch für einen Posten in seiner Heimat will er nicht mehr antreten.
Nach seinem Rücktritt als Unionsfraktionschef im Zuge der Leihmutterschafts-Debatte will Jens Spahn auch an der Spitze der Münsterland-CDU Platz machen. „Ich habe mich entschieden, nicht erneut für den Vorsitz der CDU-Münsterland zu kandidieren“, sagte der CDU-Politiker den „Westfälischen Nachrichten“. Der Zeitung zufolge hatte Spahn noch im Juli erklärt, wieder antreten zu wollen.
Kurz darauf hatten Spahn und sein Mann Daniel Funke bekanntgegeben, mit Hilfe einer Leihmutter in den USA Eltern geworden zu sein. Das wurde kritisiert, weil Leihmutterschaft in Deutschland verboten ist und sich Spahns Partei klar gegen eine Legalisierung ausspricht. Er selbst hatte das in der Vergangenheit auch getan. Nach wachsendem parteiinternem Druck war der Münsterländer als Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag zurückgetreten. Sein Mandat als Abgeordneter behielt er.
An die Spitze des CDU-Bezirks Münsterland war Spahn, der aus Ahaus nahe der niederländischen Grenze stammt, vor zwei Jahren gewählt worden. Er löste damit NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann ab, der den Posten 21 Jahre lang innehatte und nicht mehr angetreten war.










