Umfrage zeigt
Jeder Zweite kennt dieses Restaurant-Problem
07.03.2026 – 11:09 UhrLesedauer: 2 Min.
Pasta, Schnitzel oder doch das Fischfilet? Besonders Frauen und jungen Erwachsenen fällt es schwer, sich im Restaurant zu entscheiden. Was dahintersteckt und warum Ausprobieren sogar gesund sein kann.
Man blickt auf die Speisekarte und kann keine Wahl treffen. Alles sieht lecker aus oder hört sich lecker an. Eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts Appinio zeigt: Jedem Zweiten (49,3 Prozent) geht es so. Besonders Frauen (54,5 Prozent) und junge Erwachsene der Generation Z (67,9 Prozent zwischen 18 und 24 Jahren) können sich im Restaurant, Schnellimbiss oder beim Lieferservice nicht für ein Gericht entscheiden.
„Fomo“ – die „Fear of missing out“ – spielt dabei eine große Rolle. Das bedeutet, dass man befürchtet, etwas zu verpassen, wenn man sich für etwas entschieden hat – in diesem Fall eine Speise. Und genau so geht es vielen Befragten (40,5 Prozent). Ein Drittel der Befragten (34,9 Prozent) kennt dieses Gefühl hingegen nicht.
Beim Bestellen entscheidet der Großteil der Befragten (78,4 Prozent) spontan. Meist haben sie bereits ein oder zwei Favoriten im Blick und bestellen aus dem Bauch heraus. Knapp jeder Sechste (17,4 Prozent) plant hingegen schon vorher, welche Art von Gericht er essen möchte.
Wenn vielen Menschen die Wahl so schwerfällt, was würde helfen? Vielleicht kleinere Portionen? Ja. 59,4 Prozent geben an, lieber kleinere und dafür verschiedene Portionen bestellen zu wollen. Dadurch hätten sie die Möglichkeit, mehr auszuprobieren.
Dabei kann das Ausprobieren neuer Lebensmittel sogar die gesunde Ernährung fördern, wie mehrere Studien zeigen. Beispielsweise zeigt eine Beobachtungsstudie über finnische und estnische Bevölkerungsgruppen, die im „American Journal of Clinical Nutrition“ veröffentlicht wurde, dass Personen, die Angst vor neuen Lebensmitteln haben – eine sogenannte Nahrungsmittelneophobie – zugleich schlechte Essgewohnheiten haben. Und das wirkt sich wiederum negativ auf ihre Gesundheit aus. So sind etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes bei diesen Personengruppen häufiger. Wichtig anzumerken in diesem Zusammenhang ist natürlich, dass es dabei eher um neue, gesunde Lebensmittel wie bestimmte Obst- und Gemüsesorten und nicht um Fast Food oder Ähnliches geht.
Wer also unter Food-„Fomo“ leidet, sollte seiner Gesundheit zuliebe einmal „Foto“ („Fun of trying out“) mit neuen Speisen und gesunden Lebensmitteln ausprobieren.
Die Umfrage wurde im Februar 2026 online von dem Marktforschungsinstitut Appinio durchgeführt. Auftraggeber war Burger King. Teilgenommen haben 1.000 Frauen und Männer zwischen 16 und 65 Jahren.












