Deutschland mittendrin
Iran-Krieg lässt Stellenangebote einbrechen
17.05.2026 – 04:20 UhrLesedauer: 1 Min.
Noch zu Jahresbeginn gab es Hoffnung auf eine Erholung des Stellenmarkts. Dann kam der Iran-Krieg – und die Zahlen zeigen, wie heftig der Einbruch wirklich ist.
Der Krieg im Iran hinterlässt tiefe Spuren auf den europäischen Arbeitsmärkten. Laut einer Auswertung der Jobplattform Indeed sanken die Stellenausschreibungen in neun untersuchten Ländern im Schnitt um 5,6 Prozent. In Deutschland lag das Minus bei 4,6 Prozent.
Besonders hart traf es Großbritannien mit einem Rückgang von 7,4 Prozent, gefolgt von Irland mit minus 7,1 Prozent und Frankreich mit minus 5,9 Prozent. Einziger Lichtblick blieb Spanien – dort stiegen die Stellenangebote um 4,1 Prozent.
Zu Jahresbeginn hatte sich die Lage noch positiv entwickelt. In den ersten beiden Monaten des Jahres sei die Zahl der Stellenausschreibungen gestiegen, heißt es in der Untersuchung von Indeed-Ökonomin Virginia Sondergeld. „Im März sei es dann synchron mit Kriegsbeginn zu einem Einbruch gekommen.“ Ihr Fazit: „Die Zeichen stehen derzeit weiterhin eher auf Abwarten als auf Aufbruch.“
Auch der Ausbildungsmarkt in Deutschland ist betroffen – entgegen dem eigentlich saisonüblichen Trend. Das Angebot an Ausbildungsstellen sank im Jahresvergleich um 3,7 Prozent. Ein Jahr zuvor hatte noch ein Plus von 6,2 Prozent zu Buche gestanden.
Sondergeld mahnte zur Zurückhaltung bei Erwartungen: „Noch zu Jahresbeginn gab es die berechtigte Hoffnung, dass der europäische und insbesondere der deutsche Stellenmarkt seine Schwächephase bald überwindet.“ Der geopolitische Schock des Iran-Krieges habe jedoch länderübergreifend zu Absenkungen von Konjunktur- und Arbeitsmarktprognosen geführt. „Die Hoffnung auf baldige Erholung ist vorerst ausgebremst“, sagte die Expertin.












