Insolvenz
800 Jahre alte Köllnitzer Fischerei steht vor dem Aus
Aktualisiert am 30.04.2026 – 15:47 UhrLesedauer: 1 Min.
Bis ins 13. Jahrhundert reichen die Wurzeln der Köllnitzer Fischerei. Nun könnte dem Traditionsunternehmen das Ende drohen.
Nach gut 800 Jahren Firmengeschichte könnte für die Köllnitzer Fischerei nun Schluss sein. Das traditionsreiche Unternehmen Naturgut Köllnitz GmbH aus dem brandenburgischen Landkreis Oder-Spree steht einer Insolvenzbekanntmachung des Amtsgerichts Frankfurt (Oder) aus dem März unter einer Insolvenzverwaltung.
Eröffnet wurde das Insolvenzverfahren auf Antrag des Unternehmens selbst. 19 Arbeitsplätze sind in Gefahr, derzeit geht der Betrieb laut Insolvenzverwalter noch weiter.
Im Video | Insolvenz: Wann es passiert und was das bedeutet
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Der Traditionsbetrieb der Fischerei geriet insbesondere aufgrund saisonaler Schwankungen wirtschaftlich unter Druck, erklärte Hauptgesellschafter Thomas Hölzel dem rbb. Eine unerwartete Rückforderung eines Kredits habe die Situation zusätzlich verschärft, weshalb er sich entschieden habe, kein weiteres Kapital bereitzustellen.
Die Wurzeln der Köllnitzer Fischerei gehen laut der „Märkischen Oderzeitung“ (MOZ) bis ins beginnende 13. Jahrhundert zurück. Der fangfrische Fisch aus der Groß Schauener Seekette wird demnach an Ort und Stelle verarbeitet und geräuchert und in der Köllnitzer Hofküche serviert. Zu dem Unternehmen gehören neben Fischerei und Gastronomie auch ein Hotel und ein Hofladen.
Das Unternehmen hofft laut rbb nun auf einen neuen Investor. Hölzel selbst wünscht sich „einen jüngeren, wenn es geht, finanzstarken Partner“, der das Naturgut in seiner bisherigen Form erhält, wie er sagt – inklusive Fischerei, Gastronomie, Manufaktur und Hotel.
Erste Gespräche mit potenziellen Interessenten gebe es bereits, berichtete der Insolvenzverwalter dem rbb.










