Proteingehalt, Preis, Kalorien
Skyr oder Magerquark – welches Produkt ist besser?
04.06.2026 – 15:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Skyr hat Magerquark als Trendprodukt im Kühlregal längst überholt. Doch ein Vergleich der Nährwerte und Preise zeigt: Der Unterschied ist kleiner als gedacht.
Magerquark war lange Zeit ein beliebtes Lebensmittel für diejenigen, die sehr auf ihre Ernährung achten oder sportlich aktiv sind. Die Gründe sind einfach: Magerquark hat wenig Kalorien, enthält wenig Fett, dafür aber viel Eiweiß und Calcium.
Doch ein neues Produkt hat Magerquark in den letzten Jahren den Rang abgelaufen: Skyr. Das isländische Milchprodukt gilt als Superfood, Magerquark wirkt daneben fast altmodisch. Doch was steckt wirklich hinter dem Hype um Skyr? Ein Blick auf die Nährwerte, den Preis und die Herstellung zeigt: Der Unterschied ist klein.
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Was ist Skyr eigentlich?
Skyr ist kein Joghurt – auch wenn er so im Kühlregal steht. In Deutschland gilt er lebensmittelrechtlich als Frischkäseerzeugnis, genau wie Quark. Das liegt an seiner Herstellung: Entrahmte Milch wird mit Milchsäurebakterien und Lab versetzt, die Molke anschließend abgetrennt und die feste Masse cremig gerührt – ganz ohne Sahne. Für die Herstellung wird dabei viermal mehr Milch benötigt als für Joghurt. Das Ergebnis ist ein Produkt, das cremiger als Magerquark, aber fester als Joghurt ist.
In Island gehört Skyr seit über tausend Jahren zur Esskultur. In Deutschland ist er seit etwa 2015 im Handel – zunächst als Importware, heute sogar in jedem Discounter.
Die Unterschiede zwischen Skyr und Magerquark auf einen Blick:
| Magerquark (100 g) | Skyr (100 g) | |
|---|---|---|
| Kilokalorien | ca. 72 kcal | ca. 70 kcal |
| Eiweiß | 13,5 g | 11 g |
| Fett | 0,3 g | 0,2 g |
| Calcium | 92 mg | 120 mg |
| Preis | ab 27 Cent/100 g | zwischen 30 und 53 Cent/100 g |
Anmerkung: Bei den Werten handelt es sich um Durchschnittswerte, die je nach Hersteller und Produktion variieren können.
Die Unterschiede zwischen Skyr und Magerquark sind tatsächlich relativ gering. Der Kaloriengehalt ist fast gleich, ebenso wie der Fettgehalt. Beim Eiweiß hat Magerquark mit 13,5 statt 11 Gramm leicht die Nase vorn. Skyr punktet dafür beim Calcium: Mit rund 120 Milligramm pro 100 Gramm liegt er deutlich vor Magerquark, der nur auf etwa 92 Milligramm kommt.
Beim Preis trennen sich die Wege deutlich. Skyr kostet im Supermarkt je nach Marke zwischen 30 und 53 Cent pro 100 Gramm. Magerquark ist bereits ab 27 Cent pro 100 Gramm erhältlich – und damit in vielen Fällen fast halb so teuer. Wer also sparen möchte, ohne ernährungsphysiologisch Abstriche zu machen, hat mit Magerquark die günstigere Wahl. Wer Magerquark zu fest oder zu fade findet: Ein Schuss Sprudelwasser oder Milch macht ihn cremiger.
Ist Skyr gut für die Darmflora?
Skyr kann gut für den Darm sein, wenn er lebende Bakterienkulturen enthält – dann wirkt er ähnlich probiotisch wie Naturjoghurt. Wichtig: Am besten zur Natur-Variante ohne Süßstoffe greifen, da Fruchtskyr mit Zusätzen wie Sucralose den positiven Effekt auf das Darmmikrobiom neutralisieren kann.











