
DFB-Pokal, Viertelfinale
Hertha am Boden: Freiburg siegt im Elfmeterschießen
Aktualisiert am 10.02.2026 – 23:46 UhrLesedauer: 3 Min.
Zwischen dem Berlinern und den Breisgauern entwickelt sich eine umkämpfte Partie. Ein kapitaler Abwehrpatzer gibt der Partie eine unerwartete Richtung. Dann aber wird es dramatisch.
Der SC Freiburg steht im Halbfinale des DFB-Pokals. Der Bundesligist setzte sich in einem echten Pokal-Krimi beim Zweitligisten Hertha BSC mit 5:4 (1:1, 0:0) im Elfmeterschießen durch und steht unter den letzten Vier des Wettbewerbs.
Nach Verlängerung hatte es 1:1 gestanden. Den entscheidenden Elfmeter von Pascal Klemens parierte Freiburgs Keeper Florian Müller. Um den letzten Platz in der Vorschlussrunde spielen Bayern München und RB Leipzig.
56.743 Zuschauer im Olympiastadion sahen zunächst über 120 Minuten ein Duell auf Augenhöhe. Schließlich trafen Yuito Suzuki (96. Minute) nach einem eklatanten Fehlpass von Herthas Linus Gechter für den Favoriten, der zum dritten Mal nacheinander einen Zweitligisten aus dem Pokal warf. Ein Traumtor von Herthas Kapitän Fabian Reese (104.) hatte die Blau-Weißen wieder hoffen lassen.
Freiburg trennt damit nur noch ein Sieg vom zweiten Finaleinzug. 2022 verloren die Breisgauer im Elfmeterschießen gegen Leipzig. Herthas Profis hingegen warten weiter auf ihr erstes Pokalfinale im eigenen Stadion. Nun wächst der Druck auch in der 2. Fußball-Bundesliga. Der Aufstieg ist praktisch Pflicht, um die Saison noch zu retten. Aktuell liegen die Berliner sechs Punkte hinter dem zweiten Tabellenplatz zurück.
Mit einem großen Plakat mit der Aufschrift „Pokalkrieger“ hatte die Berliner Ostkurve ihre Mannschaft empfangen und auch dem letzten Spieler die Bedeutung dieses Pokalabends verdeutlicht. „Genießen und raushauen“, appellierte Trainer Stefan Leitl unmittelbar vor Anpfiff an seine Schützlinge. Und Reese haute gleich nach sieben Minuten einen raus, als er einen Abstauber ins Freiburger Tor stocherte. Weil Julian Eitschberger bei der Hereingabe im Abseits gestanden hatte, zählte das Tor nicht.
Die Gastgeber konzentrierten sich aufs Umschaltspiel und kombinierten sich anfangs oft ins letzte Drittel. Echte Torgefahr entwickelte aber nur der SC, der durch Ex-Herthaner Derry Scherhant (20.) in Führung hätte gehen müssen. BSC-Keeper Tjark Ernst parierte den Schuss des Freiburgers bärenstark.
Danach plätscherte die Partie vor sich hin, während der Stadionsprecher vergeblich an die Gäste-Fans appellierte, auf Pyrotechnik zu verzichten. Gegen Ende der ersten Halbzeit drückten beide Teams noch einmal vergeblich auf die Führung: Erst scheiterte Gechter (45.) per Kopf, dann parierte Ernst einen Schuss von Freiburgs Suzuki (45.+2).
Wer dachte, dass der Außenseiter nach der Pause einbricht, lag falsch. Freiburg gelangen kaum Entlastungsangriffe. Stattdessen musste der SC mehrere Ecken und Freistöße weg verteidigen. Richtig gefährlich wurde es erst wieder in der 69. Minute, als Vincenzo Grifo nahezu freistehend vergab. Mit der Grätsche rettete Marton Dardai im letzten Moment und lenkte den Ball neben das Tor.










