Fahndung nach Hendrik Holt läuft
Windkraftbetrüger flieht bei Freigang
27.08.2026 – 17:57 UhrLesedauer: 1 Min.
Mit Bentley und Chauffeur führte der Hochstapler Hendrik Holt seine Opfer hinters Licht. Dafür erhielt er eine mehrjährige Haftstrafe – jetzt ist er auf der Flucht.
Der 36 Jahre alte Windkraftbetrüger Hendrik Holt ist nach einem genehmigten unbegleiteten Freigang am Dienstag nicht wieder ins Gefängnis zurückgekehrt. Wie zuerst die „Hannoversche Allgemeine“ berichtete, wird nun nach dem 2022 zu siebeneinhalb Jahren Haft Verurteilten gefahndet.
Der NDR zitierte einen Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück, der von einem Schreiben aus dem Umfeld Holts sprach. In diesem stehe: Hendrik Holt kommt nicht zurück. Es sei davon auszugehen, dass Holt gemeinsam mit seiner Ehefrau Jana auf der Flucht sei, berichtete die „Bild“-Zeitung.
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Holt war 2020 im Berliner Hotel Adlon festgenommen worden, kurz bevor er sich nach einem umfangreichen Millionenbetrug ins Ausland absetzen konnte. Zusammen mit Familienmitgliedern hatte er internationalen Energiekonzernen teils frei erfundene Windpark-Projekte verkauft.

Seine Mutter und seine Geschwister halfen dabei, Unterschriften und Behördenschreiben zu fälschen. Hochbezahlten Wirtschaftsprüfern fiel offensichtlich vor der Vertragsunterzeichnung nicht auf, dass Holt nur heiße Luft im Angebot hatte. Außerdem bestach er ausländische Diplomaten, um sich mit einem Diplomatenpass gegen deutsche Strafverfolger immun zu machen.
Zuletzt hatte die „Welt“ berichtet, dass Holt offenbar Mitte 2025 über Mittelsleute den Flughafen Rostock aus dem Gefängnis heraus kaufen ließ. Der Verdacht: Bei dem Kauf könnte ergaunertes Geld eingesetzt worden sein. Gegen Holt wurde eine Strafanzeige wegen Betrugs gestellt.











