Trauer um „You Sexy Thing“-Star
Hot-Chocolate-Gründer Tony Wilson ist tot
29.04.2026 – 00:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Mit „You Sexy Thing“ und „Everyone’s a Winner“ sorgte er für Hits in den Siebzigern. Nun ist Musiker Tony Wilson im Alter von 89 Jahren gestorben.
Die Musikwelt trauert um Tony Wilson: Der Mitbegründer und Bassist der britischen Kultband Hot Chocolate ist tot. Wie seine Familie bestätigte, starb er am 24. April 2026 im Alter von 89 Jahren in seiner Heimat Trinidad. Er sei „in Frieden“ gegangen, hieß es in einem Beitrag auf Wilsons offizieller Facebook-Seite.
Auch sein Sohn Danny teilte einen emotionalen Post auf seinem Account. „Worte werden der Bewunderung nicht gerecht, die ich für ihn als Mensch habe“, schrieb er und würdigte seinen Vater als leidenschaftlichen Musiker, der trotz vieler Rückschläge unbeirrt an seinen Traum geglaubt habe – „dass die von ihm geschriebenen Lieder gehört werden“. Er habe „so viel Musik hinterlassen“, die weiterleben werde.
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Tony Wilson war maßgebend an dem internationalen Erfolg der Band Hot Chocolate beteiligt – nicht nur als Musiker, sondern auch als Songwriter. Gemeinsam mit Sänger Errol Brown schrieb er zahlreiche Hits, darunter den Welterfolg „You Sexy Thing“, der 1975 die Charts eroberte und später durch Filme wie „The Full Monty“ und „Boogie Nights“ ein Comeback erlebte.
Die beiden Musiker hatten sich Ende der Sechzigerjahre in London kennengelernt und gründeten kurz darauf Hot Chocolate. Ihren Durchbruch verdankten sie einer Neuaufnahme von John Lennons „Give Peace a Chance“, die dem Beatle selbst so gut gefiel, dass er die Band unter Vertrag nahm.
Ursprünglich war Wilson sogar der Leadsänger der Gruppe, wechselte später jedoch an den Bass, während Errol Brown die Frontmannrolle übernahm. Zusammen schrieben sie eine Reihe weiterer erfolgreicher Songs wie „Everyone’s a Winner“, „Love Is Life“, „Emma“ und „Brother Louie“.
Trotz des großen Erfolgs verließ Wilson die Band Mitte der Siebziger nach Streitigkeiten über Tantiemen und widmete sich anschließend seiner Solokarriere. Zwar veröffentlichte er eigene Alben, konnte jedoch nicht an die früheren Erfolge anknüpfen. Neben seiner Arbeit mit Hot Chocolate schrieb er auch Songs für andere Künstler, darunter Herman’s Hermits und Mary Hopkin.











