Petition will ihn als Bundespräsidenten
Hape Kerkeling überrascht mit Reaktion
13.06.2026 – 19:36 UhrLesedauer: 2 Min.
Zehntausende wollen den Entertainer in dem Amt sehen, unterzeichneten eine Petition. Doch sieht Hape Kerkeling sich selbst als Bundespräsidenten?
Am 30. Januar 2027 wird der Nachfolger von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier durch die Mitglieder der Bundesversammlung gewählt. Wenn es nach einer Online-Petition auf der Plattform des Vereins Campact geht, dann sollte Hape Kerkeling das Amt übernehmen. Fast 50.000 Menschen unterzeichneten bereits den Aufruf, der Spitzenvertreter der Parteien dazu auffordert, den 61-Jährigen zu nominieren.
Und was sagt Kerkeling selbst dazu? „Wenn ich so in die Welt schaue und mir angucke, wer in der Welt in führenden Positionen das Sagen hat, dann bin ich geneigt zu sagen: ‚Ja, das traue ich mir zu'“, sagte er in einem Podcast zum diesjährigen CSD in Leipzig, dessen Botschafter er ist, und verwies etwa auf die USA.
- Hape Kerkeling: „Jeder Staatsbürger ist dazu verpflichtet“
Kerkeling steht dieses Jahr dem Christopher Street Day (CSD) in Leipzig und dem brandenburgischen Golßen Pate. Der CSD sei neben einer großen Party vor allem ein Kampf um Bürgerrechte, betonte er. Die seien heute wieder in Gefahr. „Wir müssen deutlich sagen – alle miteinander, die Mehrheitsgesellschaft – dass wir Vielfalt wollen.“ Vielfalt sei gesund für die Gesellschaft und schaffe eine Gesellschaft auf Augenhöhe. Er sprach sich dafür aus, Rechte von queeren Menschen stärker im Grundgesetz zu verankern.
„Theoretisch wurde ich im Netz schon gelyncht“
Der 61-Jährige ist dafür bekannt, sich klar politisch zu positionieren. Das bringt ihm auch viel Hass entgegen. „Theoretisch wurde ich im Netz schon gelyncht für all das, was ich gesagt habe“, so Kerkeling in dem Podcast. Solche Reaktionen bekomme er vor allem, seit er sich offen gegen Rechts ausspreche. „Da tobt wirklich ein Stellvertreterbürgerkrieg, den wir Gott sei Dank auf den Straßen noch nicht ausfechten.“ Umso wichtiger sei es aber, seine Meinung zu sagen, betonte er.
Könnte Kerkeling denn überhaupt Bundespräsident werden? Die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt er. Es müsste außerdem sein Name als Vorschlag von einem Mitglied der Bundesversammlung beim Präsidenten schriftlich einreicht werden. Eine Fürsprecherin in diesen Reihen hat er bereits. Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek sagte dem Magazin „Bunte“: „Hape Kerkeling ist durch seinen Einsatz für Demokratie und Vielfalt sowie seine klare Kante gegen Rechtsextremismus und Intoleranz ein durchaus geeigneter Kandidat.“












